Weniger deutsche, dafür mehr ausländische Arbeitskräfte in Sachsen-Anhalt

Halle (Saale) - In Sachsen-Anhalt arbeiten nach bisher vorliegenden Zahlen knapp 37.700 ausländische Beschäftigte in einem sozialversicherungspflichtigen Job. Damit beträgt der Anteil der Ausländer an der Gesamtzahl 4,7 Prozent, wie ein Sprecher der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

In Sachsen-Anhalt steigt der Anteil ausländischer Arbeitskräfte, während der der Deutschen rückläufig ist. (Symbolbild)
In Sachsen-Anhalt steigt der Anteil ausländischer Arbeitskräfte, während der der Deutschen rückläufig ist. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Landesweit waren den Angaben nach (Stand: September 2020) insgesamt 801.700 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Während die Zahl der deutschen Beschäftigten zwischen September 2019 und September 2020 laut Statistik um 1,2 Prozent gesunken ist, stieg die Zahl der ausländischen Beschäftigten in dem Zeitraum um 5,8 Prozent.

Die meisten der ausländischen Arbeitnehmer in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung kamen aus Staaten der Europäischen Union. Das waren 19.700 Menschen, vor allem aus Polen (8800) und Rumänien (3100). Dem folgten Beschäftigte aus Asien (9200) und Afrika (2500).

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Nach Angaben der Regionaldirektion wird die demografische Entwicklung auch künftig zu einem wachsenden Bedarf an Arbeitskräften in Sachsen-Anhalt beitragen. Demnach gehen immer mehr Menschen in den Ruhestand als junge Menschen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen werden.

Unternehmen suchten händeringend vor allem nach Fachkräften, aber nicht nur.

In diesen Branchen gibt es die höchsten Fachkräfteengpässe

Experten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg gehen davon aus, dass mit Ausnahme von Berlin und Hamburg die Zahl der Erwerbspersonen in allen Bundesländern bis 2040 rückläufig sein wird, besonders stark in den östlichen Bundesländern.

Hohe Fachkräfteengpässe ergeben sich dem IAB zufolge vor allem in Mechatronik-, Energie- und Elektroberufen, in der Informatik-, Informations- und Kommunikationsbranche und im Gesundheitswesen.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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