Wieder zahlreiche Verstöße bei Lkw-Kontrollaktion in Sachsen-Anhalt

Magdeburg - Die Polizei in Sachsen-Anhalt hat bei der Lkw-Kontrollaktion "Truck & Bus" zahlreiche Verstöße festgestellt.

30 Prozent aller kontrollierten Fahrzeuge wurde die Weiterfahrt untersagt. Ihre Mängel waren zu gravierend. (Symbolbild)
30 Prozent aller kontrollierten Fahrzeuge wurde die Weiterfahrt untersagt. Ihre Mängel waren zu gravierend. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Insgesamt seien bei der Aktion 481 Lastwagen und Busse überprüft worden, teilte das Innenministerium in Magdeburg am Donnerstag mit.

Die Beamten stellten bei 181 Fahrzeugen und Fahrern zum Teil mehrere Delikte fest. In 30 Prozent der Fälle seien die Mängel so gravierend gewesen, dass die Weiterfahrt untersagt wurde.

Vor allem sei es zu Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten gekommen. In 34 Fällen sei zudem zu schnell gefahren worden. Bei weiteren 29 Fahrzeugen war die Ladung nach Angaben des Ministeriums nicht ausreichend gesichert oder das Fahrzeug überladen. Fast ebenso viele technische Mängel seien zu beanstanden gewesen.

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Auch die Unfallstatistik zeige die Notwendigkeit von weiteren Lkw-Kontrollen: So sei in rund 15 Prozent der Unfälle in Sachsen-Anhalts Straßenverkehr ein Lastwagen involviert. Allein im vergangenen Jahr seien 10.043 Verkehrsunfälle mit Lkw-Beteiligung registriert worden. Dabei starben 35 Menschen. 13 von ihnen saßen selbst in einem Lastkraftwagen.

Die Lkw-Kontrollaktion "Truck & Bus" lief von Montag bis Sonntag in der vergangenen Woche. Sie war die vierte und letzte für dieses Jahr. Insgesamt wurden dabei mehr als 1800 Lkw und Busse kontrolliert und rund 720 Verstöße festgestellt.

Vor allem in der Herbstzeit und den damit zunehmenden jahreszeitbedingten Einflüssen soll der Personen- und Güterverkehr dennoch weiterhin ins Visier genommen werden, hieß es.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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