Zweiter Vorfall in einem Monat: Wieder eingeschleuste Migranten auf Lkw in Sachsen-Anhalt entdeckt

Halle (Saale) - Die Serie mit per Lastwagen geschleusten Migranten in Sachsen-Anhalt reißt nicht ab. Am Donnerstag wurde ein neuer Fall nahe Halle am Parkplatz Petersberg an der A14 aufgedeckt.

Drei Männer versteckten sich in dem LKW am Donnerstag.
Drei Männer versteckten sich in dem LKW am Donnerstag.  © Bundespolizei Magdeburg

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war der 60-jährige Fahrer des Lkw auf die blinden Passagiere aufmerksam geworden, nachdem er auf dem Parkplatz für eine Rast gehalten hatte.

Während der Mann dabei war, die Scheiben seines Lasters zu reinigen, vernahm er plötzlich Klopfzeichen und Stimmen aus dem Auflieger. Er bat einen weiteren Brummi-Fahrer, die Polizei zu verständigen.

Einsatzkräfte der Landes- und Bundespolizei eilten herbei und öffneten die Ladefläche.

Neben geladenen Büromöbeln fanden sie dort auch drei Männer im Alter von 16, 20 und 23 Jahren.

Männer sollen sich in Rumänien auf den Laster geschlichen haben

Diese fünf Männer wurden Mitte Dezember auf einer Ladefläche entdeckt.
Diese fünf Männer wurden Mitte Dezember auf einer Ladefläche entdeckt.  © Bundespolizeiinspektion Magdeburg

Die drei Männer sollen in guter gesundheitlicher Verfassung sein. Nach Rücksprache mit der Amt für Migration und Flüchtlinge wurden sie an entsprechende Einrichtungen übergeben, wobei der 16-Jährige in einer Kinder- und Jugendnotunterkunft untergebracht wurde.

Wie bereits in vorherigen Fällen soll der Lkw-Fahrer auch diesmal nichts von seiner Fracht gewusst haben. Nach seiner Befragung konnte er das Polizeirevier wieder verlassen.

Im vergangenen Jahr hatte die Bundespolizei im Land 14 derartige Schleusungen festgestellt. So waren beispielsweise Mitte Dezember mehrere Männer aus Pakistan auf einem Lastwagen an der A2 entdeckt worden (TAG24 berichtete).

Die Polizei geht in beiden Fällen davon aus, dass sich die blinden Passagiere in Rumänien auf die Laster geschlichen haben, um so unbemerkt nach Deutschland einzureisen.

Titelfoto: Bundespolizei Magdeburg

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