2022 wird zum Superwahljahr in Sachsen: Viele Bürgermeister- und Landrats-Wahlen stehen an

Dresden - Da bewegt sich politisch sicherlich einiges: In diesem Jahr werden in Sachsen in neun der zehn Landkreise und in 207 der insgesamt 419 Städte und Gemeinden neue Oberhäupter gewählt. Vielfach treten Landräte und Bürgermeister nicht mehr an. Mehr Spannung geht nicht.

In diesem Jahr werden in Sachsen 207 Bürgermeister und neun Landräte neu gewählt.
In diesem Jahr werden in Sachsen 207 Bürgermeister und neun Landräte neu gewählt.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die ersten sächsischen Bürgermeisterwahlen in diesem Jahr sind Geschichte. Am vergangenen Wochenende wurde bereits in Remse (Landkreis Zwickau), Mügeln und Arzberg (beide Nordsachsen) gewählt, in Hartmannsdorf (Mittelsachsen) sogar schon am 9. und in Puschwitz (Landkreis Bautzen) am 16. Januar.

Die meisten Bürger- und Oberbürgermeisterwahlen stehen für den 12. Juni im Kalender. Dann wählen auch Dresden, Radeberg, Freiberg, Auerbach und Wurzen.

Von Einzelkandidaten abgesehen, stellt bisher die CDU mit 33,2 Prozent die meisten Bürgermeister. Doch es gibt einige Konkurrenzen von rechts.

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Mit dem Rückenwind aus der Bundestagswahl 2021 - damals holten AfD-Kandidaten zehn von 16 Direktmandaten - hat sich die Alternative für Deutschland vorgenommen, die Dominanz der Christdemokraten zu brechen, so Sprecher Andreas Harlaß (59).

Die AfD machte schon zur Bundestagswahl im vergangenen September fleißig Werbung in Sachsen und erreichte damit auch jede Menge Wähler.
Die AfD machte schon zur Bundestagswahl im vergangenen September fleißig Werbung in Sachsen und erreichte damit auch jede Menge Wähler.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Grüne wollen "vereint mit anderen demokratischen Kräften" Wahlsiege der AfD verhindern

Sie wollen Mittelsachsen für sich gewinnen: Augustusburgs Bürgermeister Dirk Neubauer (50, parteilos, l.) und der AfD-Kandidat Rolf Weigand (37).
Sie wollen Mittelsachsen für sich gewinnen: Augustusburgs Bürgermeister Dirk Neubauer (50, parteilos, l.) und der AfD-Kandidat Rolf Weigand (37).  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa und PR

Für die Grünen ein No-Go: Rechtspopulisten in den einflussreichsten kommunalpolitischen Ämtern des Freistaats gelte es, mit aller Kraft zu verhindern, so Grünen-Sprecherin Christin Furtenbacher (37). "Dafür treten wir als Bündnis-Grüne, auch vereint mit anderen demokratischen Kräften, bei diesen Wahlen ein."

Gemeinsame Sache machen die Grünen beispielsweise bei den Landratswahlen in Nordsachsen und unterstützen gemeinsam mit den Linken den SPD-Kandidaten Torsten Pötzsch (44).

Insgesamt werden neun der zehn Landräte neu gewählt, nur zwei stellen sich zur Wiederwahl. Die meisten Abstimmungsprozesse in den Kreisverbänden laufen noch, wie eine TAG24-Umfrage ergab.

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Schon jetzt umkämpft ist Mittelsachsen. Dort haben bereits der AfD-Landtagsabgeordnete Rolf Weigand (37) und der Augustusburger Bürgermeister Dirk Neubauer (50, parteilos) ihren Hut in den Ring geworfen.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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