3G statt 2G im Einzelhandel, doch die Konsumlaune der Sachsen ist im Keller

Dresden - Seit Sonntag gilt im sächsischen Einzelhandel die 3G-Regel - die sächsischen Geschäfte beobachten bislang aber keine wesentlich gestiegenen Kundenzahlen.

Frequenzen und Umsätze haben sich im sächsischen Handel auch durch die Änderung der Regeln von 2G auf 3G nicht wirklich erhöht.
Frequenzen und Umsätze haben sich im sächsischen Handel auch durch die Änderung der Regeln von 2G auf 3G nicht wirklich erhöht.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Öffnung für Geimpfte, Genesene und Getestete sei lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Sachsen, René Glaser.

Die Frequenzen und Umsätze hätten sich bislang nicht nennenswert und in dem Maße erhöht, wie das der wirtschaftlich stark geschwächte Einzelhandel brauche, sagte Glaser.

"Entspannte Shoppingbesuche und Impulskäufe werden damit weiterhin unterbunden. Auch die 3G-Regelung kostet entscheidend Frequenz und Umsatz und zieht weiterhin Kontrollpflichten mit einem enormen zeitlichen, personellen und monetären Aufwand nach sich."

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Glaser verwies auf Bundesländer wie Schleswig-Holstein, die zwischenzeitlich alle G-Regeln gekippt hätten. Auch Sachsen solle die G-Regeln vollständig streichen.

Im Chemnitz Center habe die gelockerte Regel lediglich zu einem Plus von zwei bis fünf Prozent bei den Kunden-Zahlen geführt, sagte Geschäftsführer Thomas Stroyke.

Damit seien aber noch lange nicht die Zahlen vor Einführung der Beschränkungen erreicht. "Der Aufwand mit dem Test und dem ständigen Vorzeigen der Nachweise ist einfach zu groß."

Kommt die Kauflust im Frühling zurück?

Ähnlich sei die Situation auch im Dresdner ElbePark, sagte Geschäftsführer Gordon Knabe. In den vergangenen Tagen seien pro Tag etwa 16.000 Menschen pro Tag im Zentrum gewesen, etwa so viele wie bei den 2G-Regeln zuvor. "Viele Menschen sind infiziert, selbst in Quarantäne oder ihre Kinder sind in Quarantäne", sagte Knabe.

Hinzu komme, dass die Konsumlaune im Keller sei. Man könne nur hoffen, dass spätestens bis Anfang März die G-Regeln aufgehoben würden und die Kauflaune steige.

"Dann kommt mit den Frühlingskollektionen hoffentlich auch die Kauflust zurück", sagte Knabe.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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