5G-Ausbau und mehr freies WLAN: Sachsens Internet wird schneller und "dichter"

Dresden - Schnell mal an der Haltestelle im Handy gucken, wann die Bahn kommt und ob's gleich regnen soll. Oder im Live-Stream bei den letzten Minuten eines Fußballspiels mitfiebern - ohne mobiles Internet geht das alles nicht. Doch in Sachsen blockieren noch immer Funklöcher den Netzzugang. Wann werden die gestopft?

Möglichst alle besiedelten Gebiete und sächsischen Hauptverkehrswege sollen ans 5G-Netz angebunden werden.
Möglichst alle besiedelten Gebiete und sächsischen Hauptverkehrswege sollen ans 5G-Netz angebunden werden.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Die deutschen Mobilfunkunternehmen treiben den Ausbau des neuen 5G-Hochgeschwindigkeitsnetzes in Sachsen mit Tempo voran.

Allein die Telekom hat im Freistaat bereits mehr als 700 solcher 5G-Standorte in Betrieb genommen, 400 weitere sollen in den nächsten Jahren folgen.

Bei Vodafone Deutschland arbeiten die ersten 225 Stationen. Bis Mitte nächsten Jahres gehen 210 weitere in Betrieb.

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Telefónica O2 will Sachsen als einen der "Schwerpunkte des bundesweiten Netzausbaus" bis Ende 2025 mit einem 5G-Netz versorgen.

In diesem Jahr werden in Leipzig und Dresden die ersten 5G-Standorte errichtet.

5G ist superschnell und kostet, Freifunk ist kostenlos nutzbar. An der Brühlschen Terrasse gibt es derzeit noch keine Freifunk-Hotspots, an manchen Haltestellen oder Obdachlosenunterkünften ist er verfügbar.
5G ist superschnell und kostet, Freifunk ist kostenlos nutzbar. An der Brühlschen Terrasse gibt es derzeit noch keine Freifunk-Hotspots, an manchen Haltestellen oder Obdachlosenunterkünften ist er verfügbar.  © 123RF/Olena Kachmar

In Dresdner Stadtteilen werden noch Freifunker gesucht

Auch der Gartenverein KGV Reisewitzer Höhe in Löbtau wird vom Freifunk-Netz versorgt. Daniel Krüger, Yaroslav Petrov, Michael Bauschke, Torsten Rudolph, Diego Jahn und Stephan Enderlein (v.l.n.r.) bauen kostenlose WLAN-Hotspots in Dresden aus - mit Routern, die sie vorm Elektroschrott gerettet haben.
Auch der Gartenverein KGV Reisewitzer Höhe in Löbtau wird vom Freifunk-Netz versorgt. Daniel Krüger, Yaroslav Petrov, Michael Bauschke, Torsten Rudolph, Diego Jahn und Stephan Enderlein (v.l.n.r.) bauen kostenlose WLAN-Hotspots in Dresden aus - mit Routern, die sie vorm Elektroschrott gerettet haben.  © Steffen Füssel

Auch das kostenlose Hotspot-Netz der Dresdner Freifunker wird immer engmaschiger. "Wir betreiben aktuell 600 Freifunk-Hotspots - drei Viertel davon in Dresden, der Rest in Pirna, in der Oberlausitz, Meißen, Radebeul, Freital, Tharandt und Freiberg", sagt Diego Jahn (29), Vizevorstand vom Freifunk Dresden e.V.

Die beliebtesten Freifunker-Standorte mit Zugang zu kostenlosem WLAN sind die Scheune in der Neustadt, das Zentralwerk in Pieschen, das Rosenwerk oder das Umweltzentrum Dresden.

Für den Freifunk kann jeder seinen eigenen heimischen Internetanschluss zur Verfügung stellen, indem er mit einem Freifunk-Router verbunden wird.

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"Der sollte bestenfalls am Fenster stehen, damit das Funksignal 50 bis 100 Meter Reichweite erzielt", sagt Jahn. "Der zusätzliche Strombedarf für den Hotspot beläuft sich auf unter einen Euro im Monat."

Gesucht werden übrigens noch Freifunker in der Inneren Altstadt, Pirnaischen Vorstadt, Gorbitz, Cotta und Prohlis - vor allem an Parks und Haltestellen.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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