7276 Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag! Hier sind die Chancen am größten

Leipzig - Jetzt wird's aber höchste Zeit! In knapp zwei Wochen beginnen die Schulferien, und noch immer haben 7276 sächsische Jugendliche der Abschlussjahrgänge keinen Ausbildungsplatz. Eigentlich sind genügend freie Lehrstellen vorhanden.

Ein Werkzeugmechaniker bei der Arbeit - in diesem Beruf gibt es noch gute Chancen auf eine Lehrstelle.
Ein Werkzeugmechaniker bei der Arbeit - in diesem Beruf gibt es noch gute Chancen auf eine Lehrstelle.  © Jan-Peter Kasper/dpa

Keine Praktika, keine Berufsmessen und auch die "Schau rein"-Woche fiel aus - Corona hat der aktuellen Schulabgänger-Generation die Vorbereitung fürs Berufsleben gründlich verhagelt.

Und so sind im Freistaat laut Arbeitsagentur einerseits noch 8655 Lehrstellen frei, während 7276 Jugendliche noch eine Ausbildung suchen.

Damit beide zusammenfinden, sind die 13 Jugendberufsagenturen im Freistaat aktuell im Dauereinsatz, wurde die Aktion "Sommer der Berufsausbildung" als Praktika-Ersatz aus dem Boden gestampft. Für unversorgte Jugendliche gibt es eine Hotline - Telefon: 0800/4555500.

Und das sind die Berufe mit den besten Bewerbungs-Chancen:
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  • Fleischerei-Fachverkäufer - hier gibt es statistisch 27,4 Ausbildungsplätze auf einen Bewerber,
  • Werkzeugmechaniker (16,7),
  • Betonbauer (12,3),
  • Groß- und Außenhandelskaufmann (9), Metzger (8,7),
  • Versicherungskaufmann (8,6),
  • Zerspanungsmechaniker (8,3),
  • Mechatroniker (7,1),
  • Konstruktionsmechaniker (6,6) und
  • Lebensmittel-Verkäufer (5,7).
Ein Tischler beim Zuschneiden einer Holzleiste - dieses Handwerk gehört zu den begehrtesten Ausbildungsberufen.
Ein Tischler beim Zuschneiden einer Holzleiste - dieses Handwerk gehört zu den begehrtesten Ausbildungsberufen.  © Hendrik Schmidt/dpa

Am begehrtesten sind hingegen diese Berufe: Friseur (0,2), Verwaltungsfachangestellter (0,2), Tischler, Fahrzeuglackierer, Kfz-Mechatroniker, Gärtner und Fachinformatiker (alle 0,3).

Titelfoto: Bildmontage: Jan-Peter Kasper/dpa, Hendrik Schmidt/dpa

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