90 Jobs auf der Kippe! Mahle-Mitarbeiter wehren sich gegen Werksschließung

Freiberg - Der weltweit tätige deutsche Autozulieferer Mahle will im Zuge seines Sparkurses das Werk in der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf bei Freiberg schließen. Donnerstag protestierte die Belegschaft dagegen.

Proteste vor den Werkstoren: Die Mitarbeiter wehren sich gegen die geplante Schließung.
Proteste vor den Werkstoren: Die Mitarbeiter wehren sich gegen die geplante Schließung.  © Eckardt Mildner

Der Konzern hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass er für das sächsische Werk (sowie ein weiteres in Baden-Württemberg) "keine Perspektive für eine wirtschaftliche und nachhaltige Aufstellung im Wettbewerbsumfeld" sehe, weshalb eine Schließung unumgänglich werde.

Geplant ist diese zum ersten Halbjahr 2022.

Der Großteil der knapp 90 Mitarbeiter protestierte dagegen nun bei einer Betriebsversammlung. "Wir werden Widerstand gegen die Schließung leisten", sagte Ullrich Heim von der IG Metall Chemnitz.

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"Es kann nicht sein, dass die Corona-Krise genutzt wird, um hier einen kompletten Kahlschlag vorzubereiten." Man wolle versuchen, ein alternatives Konzept für den Standort auszuarbeiten.

Mahle ist ein weltweit tätiger Autozulieferer mit Sitz in Stuttgart.
Mahle ist ein weltweit tätiger Autozulieferer mit Sitz in Stuttgart.  © picture alliance/dpa

Der Konzern hält an den Schließungsplänen fest. "Wir sprechen jetzt sehr zeitnah mit den Vertretern der Arbeitnehmer über eine möglichst sozialverträgliche Gestaltung der geplanten Schließung", teilte Sprecher Ruben Danisch am Donnerstag mit.

Titelfoto: Eckardt Mildner

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