A4-Stau endlich geschmolzen! Doch große Aufregung um Laster voller Kühe

Görlitz - Kurze Verschnaufpause für die Einsatzkräfte am Stau: Da die Polen ihre Grenzkontrollen beschleunigt haben, schrumpfte der Stau bis Donnerstagmittag um die Hälfte auf gut 30 Kilometer. Allerdings machten Gerüchte in sozialen Netzwerken den Helfern zu schaffen.
Ab Hermsdorf galt Donnerstag Tempo 60, 364 Fahrer wurden geblitzt. 
Ab Hermsdorf galt Donnerstag Tempo 60, 364 Fahrer wurden geblitzt.  © Rocci Klein

Schnell machte der Post die Runde: Mitten im Stau steckte ein Transporter mit Kühen fest. Diese müssten dringend gemolken werden. 

Schon stand das Telefon beim THW nicht mehr still. "Das hat uns echt von der Arbeit abgehalten", sagt Andreas Otte (42), Zugführer beim Görlitzer THW. "Wir hatten schon nach Tiertransportern Ausschau gehalten, aber die gab es nicht. Trotzdem riefen Landwirte an und wollten helfen." 

Die eindringliche Bitte: "Wer helfen will, soll bitte bei Stadt oder Landratsamt anrufen. Nicht bei den Einsatzkräften selbst." 

Tatsächlich kümmerte sich die Polizei um Geflügel- und Rindertransporte, eskortierte diese frühzeitig über die Rettungsgasse zur nächsten Abfahrt und dann zur Grenze.

Währenddessen entspannte sich die Situation etwas: Statt immer einem kontrollieren die Polen jetzt gleich drei Laster gleichzeitig an der Grenze. Das dauert auch keine 15, sondern nur noch sechs Minuten. 

Allerdings steht mit dem Wochenende auch wieder die Rückkehr zahlreicher Berufspendler bevor. 

Auch am Donnerstag stauten sich die LKWs und andere Fahrzeuge auf der A4 Dresden - Görlitz.
Auch am Donnerstag stauten sich die LKWs und andere Fahrzeuge auf der A4 Dresden - Görlitz.  © Robert Michael/dpa
Rührt euch! Die Panzergrenadiere beim Empfang des Tagesbefehls für ihren Hilfseinsatz an der Autobahn. 
Rührt euch! Die Panzergrenadiere beim Empfang des Tagesbefehls für ihren Hilfseinsatz an der Autobahn.  © Foto: xcitepress

Titelfoto: Rocci Klein

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