Ab heute: Corona-Impfung in Apotheken möglich, doch Sachsen hinkt hinterher

Dresden - Am Dienstag fällt bundesweit der Startschuss für Corona-Impfungen in Apotheken - das Interesse daran in Sachsen fällt bislang jedoch verhalten aus.

Theoretisch können sich Impfwillige einen Piks gegen das Coronavirus ab Dienstag auch in Apotheken holen. In Sachsen machen jedoch nur wenige Einrichtungen mit.
Theoretisch können sich Impfwillige einen Piks gegen das Coronavirus ab Dienstag auch in Apotheken holen. In Sachsen machen jedoch nur wenige Einrichtungen mit.  © Robert Michael/dpa

70 von 937 sächsischen Apotheken haben bisher gemeldet, dass sie über die benötigte Weiterbildung und über Räumlichkeiten verfügen, wie eine Sprecherin des Sächsischen Apothekerverbandes sagte.

Auch die Berufshaftpflichtversicherung der Apotheker muss angepasst werden. Von den 70 impfwilligen Einrichtungen starten viele nicht sofort mit einem Angebot, sondern halten sich erst einmal einsatzbereit.

Grund sei die sinkende Nachfrage nach Corona-Impfungen, hieß es. Nach regionalen Beobachtungen der jeweiligen Apotheken reichen die vorhandenen sonstigen Impfangebote aus, um die Nachfrage zu decken.

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Hinzu kommt laut Verbandsangaben der hohe personelle und zeitliche Aufwand teils auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten.

Die Apotheken seien schon durch andere Aufgaben in der Pandemie eingeschränkt - etwa weil sie Corona-Schnelltests durchführen oder EU-Impfzertifikate erstellen.

Wie sich das Impfangebot in den Apotheken entwickelt, ist laut Angaben des Verbands unklar. "Falls eine zweite Boosterung für alle Bürgerinnen und Bürger kurzfristig notwendig wird, werden die Apotheken ihren Beitrag zur Unterstützung der impfenden Ärzte leisten", hieß es.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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