Ab sofort: Impfen in Sachsen ist wieder ohne Termin möglich

Dresden - Impfen ist in Sachsen jetzt wieder ohne Termin möglich. Die freudige Nachricht hat aber einen ernsten Hintergrund.

Der DRK-Sprecher Dr. Kai Kranich (39) erklärt, warum es keine Termine in den Impfstellen mehr braucht.
Der DRK-Sprecher Dr. Kai Kranich (39) erklärt, warum es keine Termine in den Impfstellen mehr braucht.  © Norbert Neumann

Wer älter als 12 Jahre ist, kann ab sofort, ohne vorher einen Termin vereinbart zu haben, die Impfzentren und -stellen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aufsuchen und sich die Corona-Schutzimpfung geben lassen. Das teilte das DRK am heutigen Dienstagmittag mit.

Die Nachfrage nach Terminen ist eingebrochen, weshalb man sich dazu entschied, jetzt wieder Spontan-Impfungen zu ermöglichen. Laut DRK entfällt das lange Schlangestehen vor den Impfzentren seit einiger Zeit.

"Die Voraussetzungen sind optimal, sodass sich Impfwillige unkompliziert gegen das Coronavirus schützen können", erklärte Dr. Kai Kranich (39) vom DRK Sachsen dazu.

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Die Erfahrung zeige, dass bei steigenden Inzidenzen auch die Impfnachfrage steige. Mit der jetzt eintretenden nächsten Corona-Welle könne der Bedarf an Impfstoff also wieder anwachsen.

Kinder zwischen 5 und 11 Jahren benötigen jedoch weiterhin Termine, die es nach wie vor im Impfterminvergabe-Portal gibt. Das DRK empfiehlt zudem allen, die das "planen können und wollen", einen Termin vorab zu buchen.

Kurzentschlossene sollten spätestens eine Stunde vor der Schließung der Impfstelle eintreffen. Je nach aktueller Nachfrage könne es zu Wartezeiten kommen.

Schlange stehen muss man aktuell nicht mehr vor den Impfzentren.
Schlange stehen muss man aktuell nicht mehr vor den Impfzentren.  © Norbert Neumann
Viele Plätze blieben zuletzt leer. Termine braucht man deshalb nicht mehr.
Viele Plätze blieben zuletzt leer. Termine braucht man deshalb nicht mehr.  © Kristin Schmidt

Impfquote in Sachsen am geringsten

Schlusslicht Sachsen: So wenig Bürger wie im Freistaat sind sonst nirgendwo geimpft.
Schlusslicht Sachsen: So wenig Bürger wie im Freistaat sind sonst nirgendwo geimpft.  © Bundesministerium für Gesundheit

In Sachsen sind derzeit laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (Stand 18. Januar, 9 Uhr) 64,1 Prozent der Bevölkerung (2,6 Millionen Personen) mindestens einmal geimpft. Als vollständig geimpft gelten 61,9 Prozent (2,5 Mio.) und geboostert sind bereits 37,8 Prozent (1,5 Mio.). Der Freistaat bildet mit diesen Anteilen das bundesweite Schlusslicht.

Titelfoto: Montage: Kristin Schmidt, Norbert Neumann

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