Recycling als Chance? Rothenburg will alte Flieger "filetieren"

Rothenburg/O.L. - Was lässt sich eigentlich alles wiederverwenden, wenn man einen ausrangierten Airbus zerlegt?
Stück für Stück wurde der Airbus auseinandergenommen.
Stück für Stück wurde der Airbus auseinandergenommen.  © Volker Wollert/Flugplatz Rothenburg GmbH

Die Elbe Flugzeugwerke aus Dresden haben das am Flugplatz in Rothenburg getestet. Jetzt hofft man in der Grenzstadt, dass hier dauerhafte Arbeitsplätze im Flugzeug-Recycling entstehen können.

Im November war der ausgediente Airbus A 320 auf dem Verkehrsflugplatz Rothenburg gelandet. Drei Monate lang wurde das 47 Tonnen schwere Exemplar in all seine Einzelteile zerlegt.

Bisher ging man davon aus, dass sich etwa 70 Prozent des Materials wiederverwenden lassen - ein knappes Drittel wäre also Müll.

Unternehmenssprecherin Anke Lemke: "Wir haben festgestellt, dass 85 Prozent aller Materialien und Komponenten wiederverwendet werden konnten."

Der erwartete Abfall wurde also noch einmal halbiert. Das Cockpit etwa dient als Flugsimulator. Fahrwerk, Hilfsturbine und Triebwerke sind als Ersatzteile bereits wieder in anderen Fliegern verbaut.

Standort könnte profitieren

Bis zum Sommer wollen die Elbe Flugzeugwerke evaluieren, ob sie in dieses Geschäft einsteigen und welche Rolle dabei Rothenburg spielen könnte.

Die Landebahn auch für große Flieger ist ja vorhanden, der Hangar und das Umfeld müssten umgebaut werden. Es entstünden hier zwar nicht die versprochenen 1000 Arbeitsplätze der chinesischen Batteriefabrik, die sich dann als Luftnummer erwies.

Aber der Standort würde von der sich wohl bald wieder erholenden Luftfahrtbranche profitieren.

Titelfoto: Volker Wollert/Flugplatz Rothenburg GmbH

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