Alle reden von Corona: Was wurde eigentlich aus dem Zecken-Alarm?

Dresden - Corona beherrscht die Schlagzeilen seit Monaten. 
Bislang halten sich die FSME-Fälle in Sachsen auf niedrigem Niveau.
Bislang halten sich die FSME-Fälle in Sachsen auf niedrigem Niveau.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Dabei hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) erst Anfang des Jahres eine düstere Zeckensaison vorher gesagt und das Stadtgebiet Dresden und den Landkreis Meißen zu neuen FSME-Risikogebieten (FSME - Frühsommer-Meningoenzephalitis) erklärt.

Sieben von dreizehn Stadt- und Landkreisen in Sachsen wurden als FSME-Risikogebiete eingestuft. Die Zahlen der Erkrankten hatten sich 2019 binnen eines Jahres verdoppelt. Erkrankten 2018 in Sachsen zwölf Menschen, waren es 2019 bereits 27.

Auch von tschechischer Seite kommen schlechte Nachrichten: Im Kreis Usti nad Labem wurde Ende Juni bereits eine Zunahme beobachtet: "Die Fälle von FSME und Borreliose stiegen gegenüber den Vorjahren um ein Drittel", sagte der Leiter der Infektologie des Krankenhauses in Usti nad Labem, Pavel Dlouhy, gegenüber tschechischen Medien.

Sachsen kann bislang aufatmen: Bis zum 2. August wurden sachsenweit elf Fälle von FSME gemeldet. 2019 waren es im gleichen Zeitraum bereits 19 Fälle. 

Keine Medikamente, aber dafür ein Impfstoff

Im Landkreis Meißen gab es keinen Fall, in Dresden Stadt nur einen. Auch sonst gilt: "Bisher sind keine Auffälligkeiten zu beobachten", so Theresa Schmitz, Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen, die auch mit einer Entzündung der Hirnhaut oder des Hirns verbunden sein kann. 

Gegen die Krankheit gibt es noch keine Medikamente. Lediglich eine Impfung kann vorbeugend helfen. 

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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