Alles noch dicht? Hochwasserschutz-Anlage in Grimma auf dem Prüfstand

Grimma - 2002 und 2013 wurde die Mulde-Stadt Grimma im Süden von Leipzig von heftigen Hochwassern gebeutelt und erlitt Schäden in Milliardenhöhe. Um ein solches Unglück künftig verhindern zu können, investierte der Freistaat Sachsen in eine neue Hochwasserschutzanlage - diese wurde nun wie jedes Jahr aufwändigst gewartet.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr testeten die Tore und Schleusen der Anlage auf ihre Funktionsfähigkeit.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr testeten die Tore und Schleusen der Anlage auf ihre Funktionsfähigkeit.  © Medienportal Grimma

Am Samstag startete die alljährliche Hochwasserschutz-Übung gegen 8 Uhr. Mehrere Feuerwehren aus der Gemeinde, die beiden Wasserwehren und die Landestalsperrenverwaltung waren im Einsatz, um die Hochwasserschutzanlage rund um Grimma auf Herz und Nieren zu prüfen.

Gemeinsam öffneten und schlossen die Einsatzkräfte die rund 78 Elemente der Anlage, um deren Funktionstüchtigkeit zu testen und gingen dabei Abschnitt für Abschnitt durch. Neben teilweise bis zu 20 Tonnen schweren Tore gehören dazu auch die kleinsten Verschlusselemente.

Die Schutzanlage erstreckt sich über zwei Kilometer von der Amtshauptmannschaft am Floßplatz bis zur Oberwerder. Auch die Durchflüsse und Schleusen, die im Notfall verschlossen werden können, wurden bereinigt.

Auch die Schleusen rund um die Mulde-Stadt müssen gereinigt werden.
Auch die Schleusen rund um die Mulde-Stadt müssen gereinigt werden.  © Medienportal Grimma

Die Übung fand mittlerweile zum siebten Mal statt. 2013 war Grimma zuletzt vom Juni-Hochwasser überflutet worden, davor im August 2002.

Titelfoto: Medienportal Grimma

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