Ampeln in Sachsens Schulen: Grünes Licht bei corona-freier Luft im Klassenzimmer

Dresden - Können Ampeln das Coronavirus stoppen? Sachsen will alle Klassenzimmer mit CO2-Ampeln ausrüsten. Das hat am heutigen Dienstag das Kabinett beschlossen.

Ampeln sollen künftig zeigen, wie gut die Luft in Klassenzimmern ist.
Ampeln sollen künftig zeigen, wie gut die Luft in Klassenzimmern ist.  © dpa/Hendrik Schmidt

Die Geräte zeigen an, wenn der CO2-Gehalt das empfohlene Maß übersteigt - und damit auch die mögliche Virenlast zunimmt. Dann sollen die Lehrer die Fenster öffnen, bis die Ampel wieder grünes Licht gibt.

Rund 45.000 CO2-Ampeln sind laut Landesregierung nötig, um alle Klassenzimmer zu versorgen. Die Kosten liegen bei etwa zehn Millionen Euro, bezahlen will der Freistaat.

CO2-Ampeln und regelmäßiges Lüften bieten besseren Schutz als Luftfilter, so die Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene.

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Auch der Expertenrat der Bundesregierung hat die CO2-Ampeln empfohlen. Ihr Einsatz soll auch dafür sorgen, dass Lehrer im Winter nicht unnötig lange lüften.

Wann genau die Ampeln kommen, ist noch unklar.

Zunächst muss der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtags seine Zustimmung erteilen.

Titelfoto: dpa/Hendrik Schmidt

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