Angst vor Delta-Variante: Bleiben Sachsens Impfzentren länger in Betrieb?

Dresden - Die Angst vor der Delta-Variante des Coronavirus steigt. Die befürchtete vierte Welle könnte dafür sorgen, dass die sächsischen Impfzentren länger in Betrieb bleiben.

Momentan nicht voll ausgelastet: die sächsischen Impfzentren. Das dürfte sich ändern, wenn im Herbst die Infektionszahlen wieder steigen.
Momentan nicht voll ausgelastet: die sächsischen Impfzentren. Das dürfte sich ändern, wenn im Herbst die Infektionszahlen wieder steigen.  © dpa/Hendrik Schmidt

Momentan verdoppeln sich die Infektionen mit der Delta-Variante (B.1.617.2) im Wochenrhythmus.

Parallel dazu sind 17.000 Termine in den Impfzentren frei. "Wir haben aktuell eine Auslastung des Callcenters von 30 Prozent", so der Vorstands-Chef des DRK Sachsen, Rüdiger Unger (60).

Angesichts weiter sinkender Inzidenzen - am Mittwoch lag der Wert für Sachsen bei 2,9, in Zwickau als erstem Landkreis im Freistaat sogar bei 0,0 - halten viele Sachsen offenbar Impfen momentan für zweitrangig.

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Keine guten Aussichten für den Herbst! Müssen die Impfzentren deshalb länger aufbleiben? Das sei auch von der Booster- oder dritten Impfung und davon abhängig, wann sie gegebenenfalls fällig werde, sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) am Dienstag.

Derzeit liefen die Planungen für den Herbst. "Wir werden auf alle Fälle Impfstationen vorhalten oder einrichten", so Köpping.

DRK-Sachsen-Chef Rüdiger Unger (60).
DRK-Sachsen-Chef Rüdiger Unger (60).  © Eric Münch

Parallel dazu impfen Haus-, Betriebs- und Fachärzte, die Medizinischen Versorgungszentren und kommunale Zentren. Eine definitive Aussage zur Verlängerung der Impfzentren wollte Köpping wegen "der vielen offenen Fragezeichen" noch nicht machen.

Titelfoto: dpa/Hendrik Schmidt/Eric Münch

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