Arche für arme Familien: Dieser Hamsterkauf hat einen guten Grund

Meißen - Großeinkauf bei Metro. In die Einkaufswagen von Marcel Bretschneider und seinem Team wandern 20 Packungen Reis, 30 Päckchen Nudeln, 90 Tetra Paks Milch, 50 Tüten Mehl, 32 Tüten Zucker, 70 Dosen Mandarinen, Äpfel, Seife, Toilettenpapier ...
Zucker, Kartoffelpüree, Nudeln, Toastbrot - Arche-Leiter Marcel Bretschneider füllt den Einkaufswagen mit Lebensmittel für die Familien der "Arche"-Kinder.
Zucker, Kartoffelpüree, Nudeln, Toastbrot - Arche-Leiter Marcel Bretschneider füllt den Einkaufswagen mit Lebensmittel für die Familien der "Arche"-Kinder.  © Lutz Hentschel

"Wir versorgen damit 32 Familien", erklärt Bretschneider. Er ist der Leiter des Kinder- und Jugendhauses "Arche" in Meißen - wie Kitas und Schulen ist es seit dieser Woche geschlossen. 

Normalerweise werden hier wochentags rund 70 Kinder aus sozial schwachen Familien betreut. Die Arche versorgt sie mit warmem Essen, hilft bei den Hausaufgaben und auch mal mit neuen Schuhen.

"Auch in der Corona-Krise lassen wir unsere Kinder nicht allein", so Bretschneider. 

Und weiter: "Unser Vierer-Team liefert den Familien Lebensmittel im Wert von rund 30 Euro nach Hause, die es am nötigsten haben. So viel, dass es erst mal für eine Woche reicht." 

Großhändler Metro unterstützt die ausschließlich über Spenden finanzierte Arche. "Wir geben Sonderrabatte und werden die Arche darüber hinaus langfristig auch mit Spenden unterstützen", versichert Metro-Leiter Jens-Uwe Haufe.

Alltagshelfer meistern Corona-Krise

Doch die Arche hilft nicht nur mit Lebensmitteln. "Wir stehen per Telefon und E-Mail in täglichem Kontakt mit den Familien. Fragen nach Schwierigkeiten, geben Lerntipps und Anregungen, wie die Kinder die Zeit zu Hause verbringen können", so Bretschneider. 

Alltagshelden wie die Arche-Mitarbeiter meistern die Corona-Krise. 

Am Ende des Einkaufs hat er in der Metro drei Wagen vollgepackt mit Lebensmitteln, die heute an 32 Familien verteilt werden.
Am Ende des Einkaufs hat er in der Metro drei Wagen vollgepackt mit Lebensmitteln, die heute an 32 Familien verteilt werden.  © Lutz Hentschel

Titelfoto: Lutz Hentschel

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