Kultur muss sich warm anziehen: Bund, Länder und Kommunen erarbeiten Energiekonzept

Dresden/Berlin - Angesichts der Energiekrise und damit verbundenen Kostensteigerungen wollen Bund, Länder und Kommunen Kultureinrichtungen wie Museen und Theater sowie die kulturelle Infrastruktur sichern.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (67, Bündnis 90/Die Grünen).
Kulturstaatsministerin Claudia Roth (67, Bündnis 90/Die Grünen).  © Michael Kappeler/dpa

"Die Lage ist dramatisch", sagte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (67) vergangene Woche in Berlin nach einem Treffen mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen aus den Ländern sowie Vertretern der Kommunen.

"Wir wollen die Funktionsfähigkeit der Kultureinrichtungen sicherstellen und sie offen halten. Schließungen sind ganz sicher keine Antwort", sagte die Grünen-Politikerin.

Um zwei Dinge geht es: den Kultureinrichtungen den Betrieb sichern und sie gleichzeitig Energie sparen lassen.

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Ziel müsse es sein, "dass Kultureinrichtungen offen bleiben und arbeiten können: Sie erfüllen den gesetzlichen Auftrag des Kulturgutschutzes, sie sind wichtige Bildungsorte und haben auch eine starke gesellschaftliche, soziale Rolle", so Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (57, CDU) zu TAG24:

"Um gut durch diesen ersten schwierigen Winter zu kommen, müssen wir alle jetzt schon beginnen, Energie einzusparen und damit vorzusorgen. Dazu werden auch die Kultureinrichtungen ihren Beitrag leisten."

Kulturstaatsministerin Roth sieht auf öffentliche Hand finanzielle Folgen zukommen

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (57, CDU).
Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (57, CDU).  © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Die Kulturminister und -ministerinnen wollen dabei gemeinsam vorgehen. "Es ist wichtig, bei möglichen Einsparungen an einem Strang zu ziehen", so Roth. Eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe solle den Austausch intensiv vorantreiben und bis September erste Vorschläge erarbeiten.

Auf die öffentliche Hand sieht die Kulturstaatsministerin finanzielle Folgen zukommen.

"In den Haushalten auch der bereits belasteten Kommunen wird es durch die Energie massive Kostensteigerung geben", sagte Roth.

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Da werde Unterstützung benötigt und müsse überlegt werden, ob Sondermittel generiert werden könnten.

Titelfoto: Bildmontage: Michael Kappeler/dpa/picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

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