30 Jahre Freistaat Sachsen: Laschet spricht vor 2000 Gästen im Erzgebirgsstadion

Aue - Der Freistaat Sachsen feiert an diesem Samstag sein 30-jähriges Bestehen seit der Wiedergründung 1990 mit einer Großveranstaltung. 

Sachsen feiert am Samstag 30 Jahre Wiedergründung im Erzgebirgsstadion.
Sachsen feiert am Samstag 30 Jahre Wiedergründung im Erzgebirgsstadion.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Im Erzgebirgsstadion in Aue werden zu dem Festakt (19 Uhr) 2000 Gäste erwartet. Die Landesregierung will damit ein Zeichen setzen, dass in Sachsen wieder Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern möglich sind.

Unumstritten ist das Fest im Fußballstadion allerdings nicht. Der nordrhein-westfälische Regierungschef Armin Laschet (59, CDU) soll in Aue ein Grußwort halten. 

Dafür musste sich der CDU-Politiker aus seinem Bundesland Kritik anhören. In NRW gelten strengere Regeln als in Sachsen. 

Die NRW-Landesregierung hatte erst Anfang der Woche verfügt, dass Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen nur noch mit Genehmigung des Landes stattfinden dürfen. 

Vorher durften die Kommunen allein darüber entscheiden. Bei Sportveranstaltungen sind trotz massiver Proteste der Fußball-Bundesligaclubs nur höchstens 300 Menschen im Stadion zugelassen.

Armin Laschet (59, CDU) soll in Aue ein Grußwort halten. Dafür bekam der CDU-Politiker aus seinem Bundesland heftige Kritik.
Armin Laschet (59, CDU) soll in Aue ein Grußwort halten. Dafür bekam der CDU-Politiker aus seinem Bundesland heftige Kritik.  © John Macdougall/POOL/dpa

Der nordrhein-westfälische SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty hatte im Vorfeld kritisiert: "Wie glaubwürdig ist ein Ministerpräsident, der in seinem Bundesland Wasser predigt und Großveranstaltungen untersagt, aber selbst auf einer Party mit 2000 Gästen in Sachsen Geburtstagswein trinkt?"

Titelfoto: John Macdougall/POOL/dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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