Auf diesem Rapsfeld wächst bald Karls Erdbeer-Imperium

Döbeln - Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund! Mittelsachsen kann es kaum erwarten, Mitglied von Karls Erdbeer-Imperium zu werden. Kein Wunder: Von der Touristenattraktion könnte die ganze Region profitieren.

Erdbeeren statt Raps: Direkt an der A 14 bei Döbeln öffnet nächstes Jahr Karls Erlebnis-Dorf.
Erdbeeren statt Raps: Direkt an der A 14 bei Döbeln öffnet nächstes Jahr Karls Erlebnis-Dorf.  © Norbert Neumann

Einfach nur Gegend - viel Raps, keine Baufahrzeuge, nichts. Auch von Erdbeeren keine Spur. Noch nicht. Aber wohl schon bald. Genau hier auf dem 17 Hektar großen Areal an der A14, Abfahrt Döbeln-Nord, soll für 15 Millionen Euro "Karls Erlebnis-Dorf" entstehen, ein Freizeitpark mit allem Drum und Dran.

Der verspricht Vergnügen satt: Erdbeer-Raupenbahn, fliegender Kuhstall, eine Feldbahn von anno dazumal, Betten für 200 Gäste und Erdbeeren ohne Ende. Die Verkaufsfläche ist mit rund 2500 Quadratmeter riesig.

Rund 15.000 Produkte haben die fünf Erlebnishöfe in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg im Angebot. Komplett in die Karten schauen lassen will sich Firmenchef Robert Dahl (49) aber noch nicht, wie er kürzlich sagte.

"Von der geplanten Ansiedlung könnten Döbeln und die gesamte Region profitieren. Karls Erlebnis-Dorf bringt attraktive Arbeitsplätze", schwärmt Döbelns Oberbürgermeister Sven Liebhauser (39, CDU). 100 sind fürs Erste geplant.

Liebhauser rechnet mit vielen Touristen und einem steigenden Bekanntheitsgrad für seine Stadt. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: Ende April beschloss der Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplans. Im Juni soll ein erster Entwurf vorgestellt werden. Wenn alles klappt, ist nächstes Frühjahr Baustart, die Eröffnung dann Ende 2022.

Der Erd-Bär: "Karls"-Chef Robert Dahl (49).
Der Erd-Bär: "Karls"-Chef Robert Dahl (49).  © Eric Münch
Döbelns Oberbürgermeister Sven Liebhauser (39, CDU).
Döbelns Oberbürgermeister Sven Liebhauser (39, CDU).  © Lutz Weidler
Die Erdbeer-Raupenbahn: In Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen (bei Rostock) fährt sie schon.
Die Erdbeer-Raupenbahn: In Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen (bei Rostock) fährt sie schon.  © imago images/Norbert Fellechner
Zweigstelle Koserow: Fünf Karls-Freizeitparks gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg.
Zweigstelle Koserow: Fünf Karls-Freizeitparks gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg.  © imago images/Christian Grube

Ursprünglich war für die Ansiedlung auch Bannewitz im Rennen. Dass die Wahl auf Döbeln fiel, daran ist Sven Liebhauser nicht ganz unschuldig. Nach einem privaten Besuch mit seiner Familie in einem Karls Erlebnis-Dorf nahm er Kontakt mit Robert Dahl auf, der Anfang dessen, was eine Erfolgsgeschichte werden könnte.

"Das Projekt passt sehr gut in unsere Strategie, Döbeln als familienfreundliches Mittelzentrum zu etablieren", findet Döbelns Stadtchef. Und damit ist er nicht allein. "Die Resonanz ist bisher überaus positiv."

Titelfoto: Norbert Neumann, imago images/Norbert Fellechner

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