Ausgerechnet! Die Linke will in Sachsen christliche Feiertage retten

Dresden - Die Linke scheiterte am Mittwoch im Landtag mit ihrem Antrag auf ein Ersatzfeiertagsgesetz. Weder die Regierungskoalition noch die AfD unterstützten das Anliegen.

Entdeckt sein Herz für christliche Feiertage: Linken-Fraktions-Chef Rico Gebhardt (59).
Entdeckt sein Herz für christliche Feiertage: Linken-Fraktions-Chef Rico Gebhardt (59).  © Petra Hornig

"Wir wollen keine zusätzlichen Feiertage. Wir wollen aber, dass die Menschen in Sachsen alle Feiertage bekommen, die ihnen zustehen - auch dann, wenn diese aufs Wochenende fallen", erklärte Linken-Fraktions-Chef Rico Gebhardt (59).

In rund 80 anderen Staaten (darunter Spanien, Belgien, Luxemburg und Großbritannien) hat man das bereits so geregelt. Die Linken-Argumente: So ein Gesetz würde die Erholung und Zufriedenheit der Beschäftigten steigern.

Es wäre zudem aus Arbeitnehmersicht ein Argument für den Wirtschaftsstandort Sachsen und könnte dafür "entschädigen", dass die hiesigen Beschäftigten den Buß- und Bettag aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Nach dem abgeschmetterten Antrag überlegen die Linken nun, sich um eine bundesweite Regelung zu bemühen - etwa als Initiative für einen Volksantrag.

Titelfoto: Petra Hornig

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