Banner-Aktion wird Luftnummer! Waldbesetzer rüsten sich für Räumung der Laußnitzer Heide

Dresden - Der Konflikt um den weiteren Kiesabbau in der Laußnitzer Heide spitzt sich zu.

Bei stürmischem Wind versuchten Waldbesetzer, am Kieswerk Ottendorf-Okrilla ein Banner gegen den weiteren Kiesabbau zu befestigen.
Bei stürmischem Wind versuchten Waldbesetzer, am Kieswerk Ottendorf-Okrilla ein Banner gegen den weiteren Kiesabbau zu befestigen.  © Ove Landgraf

Die Waldbesetzer der Initiative "Heibo bleibt" haben die Räumungsfrist verstreichen lassen, die Polizei bereitet nun die gewaltsame Auflösung des Baumhaus-Camps vor.

Am heutigen Montag wollten die Umweltschützer den Betrieb des örtlichen Kieswerkes stören. Doch die Aktion verlief wohl nicht ganz so effektiv wie geplant.

Angekündigt war von den "Heibo"-Besetzern eine Störung des Betriebsablaufes des Kieswerks Ottendorf-Okrilla.

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Die Realität sah dann so aus, dass am Vormittag drei Klimakämpfer vor dem Werkszaun erschienen und zwei von ihnen jeweils einen Fahnenmast erklommen, um ein Banner zu entfalten.

Das Ganze wurde bei dem stürmischen Wind aber zur flatterigen "Luftnummer", die sich zwei Polizisten in stoischer Ruhe anschauten. Ein Eingreifen sei nicht erforderlich gewesen, teilte die Polizeidirektion Görlitz später mit.

Da sich die Fahnenstangen vor dem Betriebsgelände befanden, war weder der Betrieb des Kieswerks gestört, noch der Hausfrieden gebrochen.

Sachsen fordert Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern an

Baumhaus im Schnee: In der Laußnitzer Heide halten Umweltschützer weiter ein Waldstück besetzt. Am 15. Februar soll es geräumt werden.
Baumhaus im Schnee: In der Laußnitzer Heide halten Umweltschützer weiter ein Waldstück besetzt. Am 15. Februar soll es geräumt werden.  © Matthias Rietschel/dpa

Doch die Situation könnte in wenigen Tagen brenzlig werden. Wie TAG24 aus dem Innenministerium erfuhr, bereitet die Polizei eine große Räumungsaktion vor.

Die soll am 15. Februar starten und mit bis zu 14 Einsatzhundertschaften, Spezialkräften und Höhentechnik durchgeführt werden.

Über eine Bund-Länder-Anfrage hat Sachsen bereits Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern angefordert.

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Die "Heibo"-Besetzer ihrerseits haben in den letzten Tagen verstärkt Vorräte in ihren Baumhäusern gebunkert - als Vorsorge für eine etwaigen Einkesselung.

Zudem wurden rund um das Camp Barrikaden angelegt und Gräben ausgehoben.

Titelfoto: Ove Landgraf

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