Bastei-Sanierung in luftiger Höhe: Frisches Holz für die Hochzeitskanzel

Sachsen - Mit rund 1,8 Millionen Besuchern jährlich ist die berühmte Felsformation das beliebteste Ausflugsziel der Sächsischen Schweiz.

Sanierungsarbeiten am Brückenüberbau zur Hochzeitskanzel an der Basteibrücke.
Sanierungsarbeiten am Brückenüberbau zur Hochzeitskanzel an der Basteibrücke.  © Thomas Türpe

Kein Wunder! Von der Bastei mit ihren markanten Aussichtspunkten bietet sich ein einmaliges Panorama mit Blick auf Lilien- und Königstein.

Damit alles so schön bleibt, wird nun fleißig Hand angelegt. Schon von Weitem sieht man angegurtete Arbeiter in luftiger Höhe am Brückenüberbau zur Aussichtskanzel (im Volksmund Hochzeitskanzel wegen der vielen Brautpaar-Fotos) der 76,50 Meter langen Basteibrücke hängen, die mit ihren sieben Bögen eine 40 Meter tiefe Schlucht überspannt.

"Wir sind gerade dabei, neue Korrosionsfarbe aufzutragen und die Holzbohlen zu erneuern", erklärt Thomas Löwinger (66) vom Alpin- und Umwelt-Service Dresden. Doch damit nicht genug:

"In den letzten drei Wochen haben wir die Brücke, die Seiten und die Sockelbereiche von Bewuchs befreit - unter Berücksichtigung des Naturschutzes. Einige Farne dürfen nämlich nicht entfernt werden", so Löwinger weiter.

Der passionierte Kletterer, der das eindrucksvolle Felsengebiet wie seine Westentasche kennt, freut sich über die verantwortungsvolle Aufgabe. "Es ist eine große Ehre, dass wir hier arbeiten dürfen und mit dem Projekt betraut wurden."

Arbeiten in luftiger Höhe. Andreas Rößler (55) hat sein Hobby zum Beruf gemacht.
Arbeiten in luftiger Höhe. Andreas Rößler (55) hat sein Hobby zum Beruf gemacht.  © Thomas Türpe
Geschäftsführer Thomas Löwinger (66) freut sich, dass er zur Erhaltung der Basteibrücke beitragen darf.
Geschäftsführer Thomas Löwinger (66) freut sich, dass er zur Erhaltung der Basteibrücke beitragen darf.  © Thomas Türpe

Einziger Wermutstropfen: Eine Hälfte der legendären Basteiaussicht oberhalb der Brücke ist nach wie vor gesperrt. Weil der Sandstein weich geworden ist, soll noch in diesem Jahr mit der Felssicherung begonnen werden. Über kurz oder lang ist dann eine schwebende Plattform geplant.

Titelfoto: Thomas Türpe

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