Betrüger-Attacke auf die Sächsische Aufbaubank: Noch 700 Anträge in der Prüfung

Dresden - Die Betrugsversuche bei staatlichen Corona-Hilfen für Betriebe sind in Sachsen offenbar glimpflich ausgegangen. Noch immer sind keine Schäden bekannt. Jetzt gibt es aber zusätzliche Sicherungen.
Sachsens Wirtschaftsminister, Martin Dulig (46, SPD).
Sachsens Wirtschaftsminister, Martin Dulig (46, SPD).  © Petra Hornig

Wie berichtet, waren Fake-Websites aufgetaucht, optisch angelehnt an die der Sächsischen Aufbaubank (SAB). Damit wollten Betrüger offenbar sensible Daten abgreifen. 

"Aus heutiger Sicht ist kein Schaden entstanden", so Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD). Die Auszahlung des Bundes-Zuschusses läuft wieder, von den vorsorglich zurückgehaltenen Auszahlungen befinden sich noch 700 in der Detail-Prüfung, so SAB-Sprecherin Beate Bartsch.

Ein neuer Zwischenschritt soll Betrug unterbinden: Nach der Bewilligung muss ein Auszahlungsantrag unterschrieben zurückgeschickt werden. Gezahlt werde dann nach einer neuerlichen Prüfung. 

"Damit wird zwar nicht mehr innerhalb von 24 Stunden ausgezahlt, aber Sicherheit geht vor", so Dulig. Die landeseigenen Darlehen sind laut SAB weniger betrugsanfällig.

Bis Montag wurden 66.380 Anträge auf Bundes-Soforthilfe gestellt. Davon wurden 53.441 Anträge mit einem Volumen von 438,7 Millionen Euro bewilligt. 

So sah eine Fake-Internetseite aus - optisch schwer von dem Auftritt der SAB zu unterscheiden.
So sah eine Fake-Internetseite aus - optisch schwer von dem Auftritt der SAB zu unterscheiden.  © Screenshot

Für das Landes-Darlehen "Sachsen hilft sofort" sind 16.321 Anträge eingegangen. Davon seien 7958 mit einem Volumen von 263 Mio. Euro bewilligt.

Titelfoto: Screenshot/Petra Hornig

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