Betrunkener wehrt sich gegen Alkohol- und Corona-Test: Streifenwagen demoliert, Polizist verletzt

Bautzen - Sächsische Bundespolizisten hatten es am gestrigen Dienstag mit einem besonders auffälligen Krawallo zu tun.

Bundespolizisten hatten alle Hände voll zu tun mit einem Betrunkenen in Bautzen. (Symbolbild)
Bundespolizisten hatten alle Hände voll zu tun mit einem Betrunkenen in Bautzen. (Symbolbild)  © dpa/Michael Helbig

Wie die Beamten der Bundespolizeiinspektion Ebersbach am heutigen Mittwochvormittag mitteilten, traf eine Streife der Landespolizei am Dienstagabend einen 38-jährigen Tschechen in der Bautzner Innenstadt an, der nicht hätte nach Deutschland einreisen dürfen. Wegen der Einreisesperre und der angeordneten Ausweisung sollte er festgenommen werden.

Gegen 22.20 Uhr übernahmen die Bundespolizisten den Betrunkenen deshalb und brachten ihn zur Dienststelle.

Doch schon zu Beginn der Festnahme wehrte sich der 38-Jährige dermaßen, dass ihm Handschellen angelegt werden mussten.

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Auf der Fahrt zum Revier soll er die Beamten immer wieder bedroht haben, sagte unter anderem "Ich hau dir eine rein".

Bevor er die Dienststelle betreten durfte, sollte ein Corona-Test bei dem Krawallo durchgeführt werden. Trotz der Handschellen wehrte sich der Tscheche so extrem, dass er von mehreren Beamten festgehalten werden musste. Er soll Gewalt angewendet und herumgeschrien haben.

Ohne Schäden verlief dieser Schnelltest deshalb nicht.

Stunden nach den Vorkommnissen noch immer kein Alkohol-Test möglich

Der Atemalkoholtest war bis zum Vormittag nicht möglich. Beim Corona-Schnelltest wehrte sich der 38-Jährige heftig. (Symbolbild)
Der Atemalkoholtest war bis zum Vormittag nicht möglich. Beim Corona-Schnelltest wehrte sich der 38-Jährige heftig. (Symbolbild)  © dpa/Sina Schuldt

Der Alkoholisierte verbeulte den Kotflügel eines Streifenwagens und verletzte einen Polizisten durch einen Kopfstoß an der Nase.

Erst, als die Uniformierten dem Mann auch eine Fußfessel anlegten, konnte er fixiert und in eine Zelle gebracht werden.

Bis zum heutigen Vormittag seien den Beamten zufolge weder ein Atemalkoholtest noch eine Vernehmung möglich gewesen. Der 38-Jährige bleibt deshalb weiter in Polizeigewahrsam.

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Gegen ihn wird nun wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beamtenbeleidigung, Bedrohung, Sachbeschädigung und der Einreise trotz Aufenthaltsverbots ermittelt. Der 38-Jährige soll im weiteren Verlauf nach Tschechien überstellt werden.

Titelfoto: dpa/Michael Helbig

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