Bis zu 100. 000 Euro! Sachsen startet Corona-Hilfe: So kommen Unternehmer an die Gelder

Dresden - Viele vor allem kleine Betriebe sehen sich angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Der Ruf nach Zuschüssen des Staates wird lauter. TAG24 zeigt, welche Hilfen es bisher gibt.
Zuständig für das Hilfsprogramm des Freistaates ist die Sächsische Aufbaubank. 
Zuständig für das Hilfsprogramm des Freistaates ist die Sächsische Aufbaubank.  © Andreas Weihs

Nicht nur der Bund plant neben weiteren Maßnahmen ein 40-Milliarden-Paket für Kleinstfirmen. In Sachsen können Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten und Freiberufler bei der Sächsischen Aufbaubank ein zinsloses Darlehen von bis zu 100 .000 Euro beantragen. 

Geplant ist dafür ein dreistelliges Millionenpaket. Die Laufzeit der Darlehen beträgt bis zu acht Jahre, die ersten drei Jahre sind tilgungsfrei. Details: coronavirus.sachsen.de

Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD): "Das Versprechen der Regierung gilt: Für jemanden, der das nicht zurückzahlen kann, werden wir eine Lösung finden. Es ist wie ein Zuschuss." Diejenigen aber, denen es später wieder besser gehe, sollten es aus Gründen der Solidarität zurückzahlen. 

Ab Montag könne die SAB hier tätig werden. Roland Ermer (55), Präsident des Sächsischen Handwerkstages: "Viele kleine Handwerksbetriebe haben eine Riesenangst." Die Leute bräuchten konkrete Ansprechpartner, diese müssten auf Betriebe zugehen.

Bundesweit einheitlich werden zinslose Steuerstundungen und die Anpassung der Steuervorauszahlungen angeboten. Betroffene könnten sich formlos an ihr Finanzamt wenden, so Finanzminister Hartmut Vorjohann (56, CDU). Kommunen, etwa Dresden, bieten auch die Stundung der Gewerbesteuer an.
Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD) verspricht Hilfe.
Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD) verspricht Hilfe.  © Petra Hornig
Handwerkspräsident Roland Ermer weiß von vielen Sorgen beim Handwerk.
Handwerkspräsident Roland Ermer weiß von vielen Sorgen beim Handwerk.  © Steffen Füssel

Titelfoto: Andreas Weihs, Petra Hornig

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