Bomben-Räumer bitten wegen Corona-Krise um Bau-Stopp

Dresden - Eine Evakuierung Tausender Menschen wegen einer gefundenen Weltkriegsbombe würde in Corona-Zeiten die Behörden vor massive Probleme stellen. Deswegen appelliert der Kampfmittelbeseitigungsdienst nun an die Vernunft der Bauherren. Die Arbeiten sollten möglichst ruhen.

Bomben-Gefahr beim Baggern: Polizei-Sprecher Jürgen Scherf (60) sieht mögliche Evakuierungen als großes Risiko.
Bomben-Gefahr beim Baggern: Polizei-Sprecher Jürgen Scherf (60) sieht mögliche Evakuierungen als großes Risiko.  © Montage: Norbert Neumann / imago images/Chromorange

Denn die Sprengstoff-Experten holen derzeit transportfähige Munition nicht ab!

Damit soll die Einsatzfähigkeit nicht gefährdet werden.

"Bei Kampfmittelfunden, von denen eine akute Gefahr ausgeht, ist der Dienst aber weiter rund um die Uhr einsatzbereit", so Jürgen Scherf (60) vom Polizeiverwaltungsamt.

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Alles sei auf akute Notfälle ausgerichtet. Die Teams (25 Leute insgesamt) sehen sich wegen der Ansteckungsgefahr derzeit nicht.

Er verweist darauf, dass das Distanzgebot bei der Unterbringung von Evakuierten, etwa in Turnhallen, nicht eingehalten werden könne.


"Es ist also nicht primär ein Problem der Kampfmittelbeseitigung, sondern ein Gebot der Vernunft, Bauarbeiten bei denen die Gefahr des Bombenfundes bestehen könnte, ruhen zu lassen", so Scherf.

Titelfoto: Montage: Norbert Neumann / imago images/Chromorange

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