Bürgermeisterwahlen: Die SPD kann in Sachsen doch noch siegen

Dresden - SPD stark, AfD schwach: Die Kandidaten der Sozialdemokraten haben sich bei den Bürgermeisterwahlen am Wochenende überraschend gut geschlagen.

SPD-Sachsen-Chef und Wirtschaftsminister Martin Dulig (46) freut sich über das gute Abschneiden seiner Partei bei den Bürgermeisterwahlen am Wochenende.
SPD-Sachsen-Chef und Wirtschaftsminister Martin Dulig (46) freut sich über das gute Abschneiden seiner Partei bei den Bürgermeisterwahlen am Wochenende.  © dpa/Peter Endig

Die AfD hat den Sprung in ein sächsisches Rathaus erneut verpasst. Trauen die Sachsen der AfD "Bürgermeister" nicht zu?

Keine wirkliche Überraschung war der Sieg von Torsten Ruban-Zeh (57) in Hoyerswerda (44,3 Prozent). "Wenn man bedenkt, dass am Sonntag noch einmal 1200 Stimmen dazugekommen sind, kann man eigentlich nur zufrieden sein", sagte er zu TAG24.

SPD-Sachsen-Chef, Wirtschaftsminister Martin Dulig (46), verfolgte den Schlussspurt der Auszählung vor Ort mit. "Für Hoyerswerda ist das ein Gewinn. Mit ihm werden die Menschen aus Hoyerswerda eine Stadt mit Zukunft bekommen", kommentierte er das Ergebnis. Ruban-Zeh tritt sein Amt am 1. November an.

Auch in Chemnitz und Zwickau schnitt die SPD gut ab. In Markkleeberg bei Leipzig holte Amtsinhaber Karsten Schütze (53) für die Partei mit 66,8 Prozent die absolute Mehrheit.

In Arnsdorf (Landkreis Bautzen) punktete mit 37 Prozent Ilko Keßler (48). Er hat ein SPD-Parteibuch, wurde aber vom Bürgerforum nominiert. Dort galt eigentlich Detlef Oelsner (52, parteilos) als der aussichtsreichste Kandidat.

Er musste sich aber ebenso geschlagen geben wie seine AfD-Kollegen Enrico Barth in Stauchitz (Landkreis Meißen) und Alexander Zapke in Steinigtwolmsdorf (Landkreis Bautzen). Unterm Strich konnte die AfD nirgendwo punkten und muss weiter um einen Bürgermeistersessel in Sachsen kämpfen.

Ilko Keßler (48) liegt nach dem ersten Wahlgang für das Bürgerforum in Arnsdorf vorn. Er hat ein SPD-Parteibuch.
Ilko Keßler (48) liegt nach dem ersten Wahlgang für das Bürgerforum in Arnsdorf vorn. Er hat ein SPD-Parteibuch.  © privat
Torsten Ruban-Zeh (57) zieht für die SPD ins Hoyerswerdaer Rathaus ein.
Torsten Ruban-Zeh (57) zieht für die SPD ins Hoyerswerdaer Rathaus ein.  © dpa/Daniel Schäfer
Sven Schulze (48, SPD) konnte in Chemnitz punkten, verfehlte aber die absolute Mehrheit. Am 11. Oktober müssen die Chemnitzer deshalb erneut wählen gehen - wie in vielen anderen sächsischen Kommunen auch.
Sven Schulze (48, SPD) konnte in Chemnitz punkten, verfehlte aber die absolute Mehrheit. Am 11. Oktober müssen die Chemnitzer deshalb erneut wählen gehen - wie in vielen anderen sächsischen Kommunen auch.  © dpa/Hendrik Schmidt
Stimmen für den Bürgermeister: Bei den Wahlen am Wochenende schnitt die SPD vielerorts überraschend gut ab. Die AfD konnte erneut nicht in ein sächsisches Rathaus einziehen.
Stimmen für den Bürgermeister: Bei den Wahlen am Wochenende schnitt die SPD vielerorts überraschend gut ab. Die AfD konnte erneut nicht in ein sächsisches Rathaus einziehen.  © dpa/Jan Woitas

Die Linke schlug sich mit Susanne Schaper in Chemnitz beachtlich. Die CDU behielt mit Ruben Gehart und 44,9 Prozent in Schwarzenberg die Oberhand. In beiden Städten geht es aber in den zweiten Wahlgang.

Die nächsten Bürgermeisterwahlen finden schon am nächsten Sonntag statt, unter anderem in Tharandt (Landkreis Sächsische Schweiz- Osterzgebirge) und in Brandis (Landkreis Leipziger Land).

Titelfoto: dpa/Peter Endig

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