Bundeswehr in Sachsen: Schon 90 Soldaten im Kampf gegen das Virus!

Dresden - In mehreren deutschen Gemeinden und Landkreisen unterstützen Angehörige der Bundeswehr die Gesundheitsämter im Kampf gegen das Coronavirus. Auch in neun sächsischen Regionen kommen die Soldaten bereits zum Einsatz.

Ein Soldat ermittelt telefonisch die Kontaktpersonen eines Corona-Patienten.
Ein Soldat ermittelt telefonisch die Kontaktpersonen eines Corona-Patienten.  © Bundeswehr/Anne Weinrich

Wie die Bundeswehr am Donnerstag erklärte, seien im Moment rund 90 Streitkräfte verschiedener Panzergrenadier- und Pionierbrigaden sowie der Stabsunterstützungskompanie im Dienst, um die sächsischen Gesundheitsämter zu unterstützen.

"Sie arbeiten als mobile Abstrichteams, unterstützen bei der telefonischen Kontakt-Nachverfolgung von Infektionsketten und sind als 'Helfende Hände' in Senioreneinrichtungen", so eine Sprecherin des Landeskommandos, das die Einsätze koordiniert.

Doch nicht nur diese Aufgaben übernehmen die Wehrdienstleistenden. Sie beraten auch in den Ämtern zum weiteren Vorgehen und unterstützenden Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. 

"Diese Form der Zusammenarbeit mit den Landkreisen und kreisfreien Städten haben wir bereits vor der Pandemie etabliert", erklärte Kommandeur Oberst Klaus Finck. Dies ermögliche nun eine schnelle Kommunikation in der angespannten Situation der neun besonders betroffenen Landkreise.

So sind die Soldaten bis jetzt in den Großstädten Chemnitz und Leipzig sowie in Freital, Pirna, Annaberg-Buchholz, Mittweida, Pockau-Lengefeld, Borna und Delitzsch tätig.

Weitere Einsätze der Soldaten in Sachsen nicht ausgeschlossen

Ein Armeeangehöriger im Gespräch mit einer Corona-Patientin in Leipzig.
Ein Armeeangehöriger im Gespräch mit einer Corona-Patientin in Leipzig.  © Bundeswehr/Anne Weinrich
Zwei Soldaten ziehen ihre Schutzkleidung aus, nachdem sie einen Abstrich bei einer Corona-Verdachtsperson genommen haben.
Zwei Soldaten ziehen ihre Schutzkleidung aus, nachdem sie einen Abstrich bei einer Corona-Verdachtsperson genommen haben.  © Bundeswehr/Anne Weinrich

Sollten weitere Ämter die Hilfe der Streitkräfte benötigen, könnten sie einen Antrag stellen und das Landeskommando der Bundeswehr in Dresden entscheide anschließend über das weitere Vorgehen.

Titelfoto: Montage: Bundeswehr/Anne Weinrich

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