Ostern zu Corona-Zeiten: Was ist an den Feiertagen erlaubt?

Sachsen - Dieses Ostern wird definitiv ganz anders als in den vergangenen Jahren. Wegen der Corona-Krise gelten in ganz Sachsen strikte Ausgangsbeschränkungen, sodass viele Freizeitvergnügen und Aktivitäten ausfallen. Doch was ist überhaupt erlaubt und was nicht?

Verboten: Aus einer Motorradausfahrt an den Feiertagen wird in diesem Jahr nichts.
Verboten: Aus einer Motorradausfahrt an den Feiertagen wird in diesem Jahr nichts.  © Claudia Busch / 123 RF

Zu Ostern beginnt für viele Biker die Motorradsaison. Doch in diesem Jahr muss das Bike an den Feiertagen in der Garage bleiben, denn im Gegensatz zum Fahrradfahren, was als Sport an der frischen Luft gilt, ist Motorradfahren ein Hobby und damit wegen der Ausgangsbeschränkung tabu. Einzige Ausnahme: Für den Weg zur Arbeit darf das Motorrad natürlich genutzt werden.

Neben dem Motorradausflug, fallen auch Feiertagstrips mit dem Wohnmobil aus. Auch wenn sich in dem Wohnwagen zum Beispiel nur Familien aufhalten, die auch sonst zusammenwohnen und die Camper darauf achten, die Abstandsregeln einzuhalten, ist ein Ausflug auf einen Campingplatz im Erzgebirge oder in der Sächsischen Schweiz derzeit wegen der Ausgangsbeschränkungen nicht gestattet. Das gilt auch für Dauercamper. "Die Nutzung der Gemeinschaftsanlagen wie Sanitäranlagen oder Küchen würde eine nicht hinnehmbare Erhöhung des Infektionsrisikos mit sich bringen." Ausnahme: Zweit- oder Nebenwohnsitze dürfen aufgesucht werden. 

Grillen mit Freunden, Kaffeetrinken mit Tante, Onkel und Co. oder die Ostereiersuche mit Cousin und Cousine im Wald fallen in diesem Jahr auch aus. "Der Besuch von Familienangehörigen ist nur zulässig, wenn sie am gleichen Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet sind", heißt es dazu auf sachsen.de. 

Aber natürlich gibt es auch Ausnahmen: Zu Lebenspartnern, die in anderen Städten oder Landkreisen wohnen, darf man fahren. Wenn man für den Besuch Sachsen verlässt, sollte man aber auf die Bestimmungen der jeweiligen Bundesländer achten.

Das ist erlaubt

Erlaubt: Während eines Osterspaziergangs darf man sich ruhig ein Eis gönnen. (Symbolbild)
Erlaubt: Während eines Osterspaziergangs darf man sich ruhig ein Eis gönnen. (Symbolbild)  © lightfieldstudios/ 123 RF

Natürlich muss man Ostern nicht komplett in der Wohnung verbringen. Spaziergänge oder kurze Fahrradausflüge im Wohnumfeld sind gestattet. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Bautzen hat die Corona-Rechtsverordnung der Staatsregierung in dieser Woche präzisiert und festgelegt, dass die Sachsen sich für Sport und Bewegung bis zu 15 Kilometer von ihrer Wohnung entfernen dürfen. Wenn sich in dem Umkreis eine Eisdiele mit Straßenverkauf befindet, dann darf man sich auch ein Eis gönnen.

Unter die Regelung "Sport und Bewegung an der frischen Luft" fällt auch Angeln. Allein oder zusammen mit einem Lebenspartner oder Angehörigen aus dem Hausstand kann man an einem Angelteich angeln, der im Umfeld der Wohnung ist. 

"Dabei müssen von Anfang bis Ende auch die Bedingungen des allgemeinen Kontaktverbotes beachtet werden. Das gilt ebenfalls für das Angeln vom Boot aus." Nötige Berechtigungen müssen mitgeführt werden!

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Besuche in Kleingärten sind auch möglich, unter der Beachtung der oben bereits genannten Regelungen.

Was sonst noch erlaubt oder verboten ist, erfahrt Ihr unter sachsen.de.

Bei allen Aktivitäten sollte man aber überlegen, ob sie wirklich nötig sind und man kein Risiko eingeht andere Personen anzustecken oder sich selbst zu infizieren.

Titelfoto: Claudia Busch / 123 RF, lightfieldstudios/ 123 RF

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