Vermisster Sprengstoff! Beklaute rechter KSK-Soldat seine Einheit?

Collm - Der im Mai im nordsächsischen Collm verhaftete Oberstabsfeldwebel des Kommandos Spezialkräfte (KSK) hat offenbar seine eigene Einheit beklaut. Der bei ihm sichergestellte Sprengstoff ist der gleiche, der beim KSK verschwunden ist.

In diesem schicken Eigenheim lebte der KSK-Soldat - und versteckte auf seinem Grundstück geklauten Sprengstoff.
In diesem schicken Eigenheim lebte der KSK-Soldat - und versteckte auf seinem Grundstück geklauten Sprengstoff.  © Sven Bartsch

Das KSK vermisst nach Angaben des Verteidigungsministeriums 62 Kilo Nitropenta (PETN). PETN-Pulver kommt etwa in Handgranaten oder als Bestandteil des Plastiksprengstoffs Semtex zur Anwendung. 

Zwei Kilo waren Mitte Mai in einem Waffenversteck auf dem Grundstück von Philipp S. (45) gefunden worden. 

Die Ermittler stellten zudem ein AK47-Sturmgewehr, scharfe Munition sowie ein SS-Liederbuch und Aufkleber mit Nazi-Motiven sicher.


Über den Verbleib des fehlenden Sprengstoffs solle eine Generalinventur Klarheit verschaffen, die bis zum Beginn des kommenden Jahres abgeschlossen sein werde, heißt es in der Antwort des Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Politikerin Martina Renner (53).

Titelfoto: Sven Bartsch

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