Corona-Demos plötzlich erlaubt: Weniger Angriffe auf Polizisten

Dresden - Zumindest etwas Entspannung bei der Polizei: Seit die Corona-Verordnung wieder Demonstrationen mit mehr als zehn Teilnehmern und auch Aufzüge erlaubt, gab es keine verletzten Polizisten am Rande der montäglichen Corona-Demos mehr. Dafür zählt das Innenministerium jetzt mehr Demonstranten.

Mehrere Tausend "Querdenken"-Anhänger liefen am Wochenende legal durch Dresden.
Mehrere Tausend "Querdenken"-Anhänger liefen am Wochenende legal durch Dresden.  © Bodo Schackow/dpa

Der Jahreswechsel war keine gute Zeit für Sachsens Ordnungshüter: Im Zusammenhang mit den Corona-Protesten erlitten im Dezember 24, im Januar 28 Polizisten Verletzungen.

Das änderte sich schlagartig mit den Lockerungen: Der letzte Protestmontag mit verletzten Beamten war der 24. Januar. An diesem Tag erlitten drei Polizisten Blessuren.

Bis zum gestrigen Montagabend verzeichnete die Polizei seitdem keinen einzigen Verletzten mehr. Dabei nimmt die Zahl der Demonstranten zu: Mittlerweile schätzt das Innenministerium die Zahl der Montagsdemonstranten auf rund 50.000, am 10. Januar waren es noch 33.400, am 29. November 3300.

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Seitdem größere Demonstrationszüge wieder erlaubt sind, beschränkt sich die Polizei Beobachtungen zufolge auch bei nicht angezeigten Versammlungen nur noch auf die Verkehrsabsicherung.

Zuvor kam es bei Versuchen, diese Demos zu verhindern, zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa

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