Corona hat Zecken-Risiko in Sachsen erhöht - Borreliose-Fälle angestiegen!

Dresden - Hat Corona das Risiko erhöht, an einem Zeckenstich zu erkranken? Das zumindest lässt eine neue Statistik vermuten. Ihr zufolge ist Sachsen das am stärksten betroffene Bundesland.

Zecken können die Infektionskrankheit Borreliose übertragen. Das ist im ersten Corona-Jahr auffallend oft passiert.
Zecken können die Infektionskrankheit Borreliose übertragen. Das ist im ersten Corona-Jahr auffallend oft passiert.  © dpa/Patrick Pleul

Die Statistik dreht sich um das erste Corona-Jahr 2020. Damals registrierten die sächsischen Kassenärzte 927 Borreliose-Fälle. Damit ist der Freistaat bundesweiter Spitzenreiter.

Die Zahl der Borreliose-Fälle stieg insgesamt um rund acht Prozent im Vergleich zu 2019. Das geht hervor aus den Erhebungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland.

Woher kommt dieser Anstieg? Eine Theorie hat Dominik von Stillfried, Vorstandsvorsitzender des Zentralinstituts. Wegen den Corona-Einschränkungen hätten die Menschen mehr Freizeit im Grünen verbracht - und sich damit einem höheren Zecken-Risiko ausgesetzt. Aber auch das warme und trockene Wetter - ideal für Zecken - habe eine Rolle gespielt.

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Die Zeichen für das laufende Jahr stehen nicht gut. Das Robert-Koch-Institut hat im Frühjahr zwei neue sächsische Risiko-Gebiete ausgerufen, den Landkreis Görlitz und die Stadt Chemnitz.

Damit gelten jetzt zehn der 13 sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte als Risiko-Gebiet.

Die einzigen Ausnahmen sind Stadt und Landkreis Leipzig sowie Nordsachsen.

Titelfoto: dpa/Patrick Pleul

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