Corona-Impfungen in Sachsen: Anmeldung ab Freitag für alle Lehrer möglich

Dresden - Das sächsische Impfportal soll ab Freitag für alle Lehrer offen stehen. Bislang konnten sich nur Grund- und Förderschullehrer anmelden. Bald soll auf dem Portal auch eine längerfristige Terminvergabe für Berechtigte möglich sein.

Petra Köpping (62, SPD) ließ sich bereits mit AstraZeneca impfen.
Petra Köpping (62, SPD) ließ sich bereits mit AstraZeneca impfen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Das Portal wird ab Freitag für alle Lehrer und für das sonstige Personal an Schulen geöffnet", so Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) am Dienstag im Anschluss an die Sitzung des sächsischen Kabinetts.

"Darüber hinaus planen wir eine längerfristige Vergabe von Terminen grundsätzlich auf dem Portal." Köpping warb in diesem Zusammenhang noch einmal für eine Impfung auch mit AstraZeneca.

Sie selbst sei am Montag damit geimpft worden und fühle sich gut. "Der Stoff schützt zuverlässig vor einer schweren Erkrankung", betonte sie. Inzwischen gebe es noch Termine in der aktuellen Sonderkampagne für Ab-60-Jährige mit AstraZeneca.

Pro Tag kommt Sachsen den Angaben zufolge momentan auf 16.000 Impfungen. Landesweit gibt es neben den Impfzentren 1293 Arztpraxen, die sich beteiligen. Insgesamt sind 930.902 Dosen verimpft. Inzwischen denkt auch Sachsen über eine elektronische Warteliste für übrig gebliebene Impfdosen nach, wie es derzeit die Stadt Potsdam als Modellprojekt testet, so die Ministerin.

Impfdosen von Johnson & Johnson kommen

Ab Freitag soll das Impfportal in Sachsen für alle Lehrer und Lehrerinnen freigeschaltet werden.
Ab Freitag soll das Impfportal in Sachsen für alle Lehrer und Lehrerinnen freigeschaltet werden.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Neue Nachrichten auch in Sachen neuer Impfstoff. Kommende Woche sollen die ersten 12.000 Dosen von Johnson & Johnson im Freistaat ankommen. Sie sollen Köpping zufolge zunächst vor allem an Obdachlose gehen. Für den Impfstoff ist nur eine einzige Impfung vonnöten.

Allerdings: Sachsen beobachtet zugleich, wie es um die Verträglichkeit des neuen Stoffs bestellt ist. Hintergrund ist die neueste Entwicklung in den USA am Dienstag, wo behördlich ein Impfstopp mit dem Stoff empfohlen wurde, nachdem Vorfälle mit Blutgerinseln geprüft werden.

Parallel steht nun fest, dass die aktuelle Corona-Schutzverordnung in Sachsen bis 9. Mai verlängert wird. Ergänzt durch die neuen Regeln des Bundes könnte sie am Montag in Kraft treten, wenn noch in dieser Woche Bundestag und Bundesrat zustimmen. Ansonsten am 26. April.

Noch gibt es Nachbesserungsbedarf. So hofft Sachsen zum Beispiel, dass es Schulschließungen erst ab einer 7-Tage-Inzidenz ab 200 statt ab 100 gibt und wenn, dann zumindest die Abschlussklassen weiter die Schule besuchen dürfen.

Titelfoto: Montage: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa, Philipp von Ditfurth/dpa

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0