Coronavirus in Sachsen: Besondere Maßnahmen in Kliniken, Altenheimen und Seniorentreffs

Dresden - Das Coronavirus hat Sachsen fest im Griff - die Zahl der Infektionen steigt. In Größenordnungen werden nicht nur Veranstaltungen abgesagt. Auch Kliniken oder Seniorentreffs ergreifen Schutzmaßnahmen, Schulen und Kitas stehen vor der Schließung. Die Wirtschaft schwächelt schon.

Lädt zum Krisengipfel: Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD).
Lädt zum Krisengipfel: Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD).  © Petra Hornig

Mittlerweile gibt es mindestens 50 Fälle in Sachsen, die meisten nach wie vor im Kreis Bautzen (12). Derweil greift nun das Verbot von Großveranstaltungen durch das Gesundheitsministerium. Hinzu kommt, dass es in vielen Regionen Sachsens weitere Auflagen (Veranstaltungen mit nur 100 Teilnehmern) gibt.

Besonders hart greift der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge durch: Alle, die sich in den letzten 14 Tagen in Risikogebieten aufgehalten haben, müssen 14 Tage in die häusliche Quarantäne! 

Sie müssen sich sofort nach Rückkehr beim Gesundheitsamt melden. Und sie dürfen für 14 Tage keine Kitas, Krippen, Horte, Schulen, Hochschulen, Pflegeheime und medizinische Einrichtungen betreten (außer für eine Behandlung). Wer sich nicht dran hält, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Krankenhäuser schränken mittlerweile Besuchszeiten ein, um Patienten und Pflegepersonal zu schützen, etwa die Uniklinik Dresden. 

Vorallem die Alten leiden unter dem Virus

Die Seniorenresidenz "Am Küchwald" in Chemnitz ist für Besucher gesperrt.
Die Seniorenresidenz "Am Küchwald" in Chemnitz ist für Besucher gesperrt.  © Maik Börner

Ähnliches kommt auch vom Seenland Klinikum Hoyerswerda. Besuche von Kindern in der Klinik sind nur noch im Ausnahmefall erlaubt. Wer erkältet ist, darf gar nicht kommen. Dies gilt auch im Klinikum Chemnitz.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Dresden schließt vorübergehend seine Seniorenbegegnungszentren. "Um die Gefahr zu reduzieren, dass sich die Senioren den Virus in geselliger Runde oder auf dem Weg in Bus oder Bahn einfangen", begründet Geschäftsführer Peter Großpietsch.

Die Ausbreitung des Virus macht auch Sachsens Wirtschaft zu schaffen. Besonders hart trifft es durch Absagen von Messen und Veranstaltungen das Gastgewerbe. 

Mehr als drei Viertel der etwa 8500 Betriebe im Freistaat verzeichnet laut einer Blitzumfrage des Branchenverbands Dehoga schon massive Umsatzrückgänge.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD) laden Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände nun kommenden Dienstag zum Krisengipfel.

Alle Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Wegen der Corona-Krise schließen auch Seniorenbegegnungszentren in Dresden.  
Wegen der Corona-Krise schließen auch Seniorenbegegnungszentren in Dresden.  © Steffen Füssel
Im Labor des Instituts für Virologie der TU Dresden werden wie am Fließband Corona-Tests durchgeführt.  
Im Labor des Instituts für Virologie der TU Dresden werden wie am Fließband Corona-Tests durchgeführt.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0