Corona, Krebs, Batteriezellen: Sachsen forscht für 90 Millionen Euro

Dresden - Sachsen startet eine neue Forschungsinitiative. Mit 90 Millionen Euro will der Freistaat 25 Forschungsprojekte an Universitäten und Instituten unterstützen. Auch eine Corona-Langzeitstudie soll gefördert werden.

Ein Forscher arbeitet in einem Labor des Fraunhofer-Instituts in Zwickau. Für 25 Forschungsprojekte gibt Sachsen jetzt 90 Millionen Euro aus.
Ein Forscher arbeitet in einem Labor des Fraunhofer-Instituts in Zwickau. Für 25 Forschungsprojekte gibt Sachsen jetzt 90 Millionen Euro aus.  © Jan Woitas/dpa

Steuerausfälle, Krisen-Bewältigungskosten, steigende Arbeitslosigkeit - die Corona-Pandemie wird Sachsen Milliarden kosten. Dennoch hält der Freistaat die Taschen auf und investiert weiter in die Zukunft. 

Rund 90 Millionen Euro gab der Haushalts- und Finanzausschuss jetzt für die Forschung im Lande frei. 

Damit würden die Weichen für den wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolg Sachsens für die Zeit nach der Corona-Krise gestellt, gab sich Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (41, CDU) gestern zuversichtlich. 

"Gleichzeitig eröffnen sie uns auch Möglichkeiten, die Wurzel vieler aktueller Probleme, das Virus selbst, zu bekämpfen." Im Blick hat Gemkow vor allem das Corona-Projekt des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig, das 2,9 Millionen Euro bekommt. 

Zusammen mit Kollegen mehrerer Forschungseinrichtungen wollen die Mediziner in einer Feldstudie die Ausbreitung des Virus ergründen und so Rückschlüsse ziehen, wie sich die Gesellschaft auf künftige Pandemien vorbereiten kann.

Die Medizinische Fakultät der TU Dresden bekommt rund neun Millionen Euro für die Entwicklung neuer Krebs-Therapien. Unter anderem soll mit dem Geld ein Photonenstrahler angeschafft werden. Auch für die Weiterentwicklung der Elektromobilität gibt es Geld.

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (41, CDU).
Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (41, CDU).  © dpa-Zentralbild/dpaJan Woitas

So darf sich das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme über fünf Millionen Euro für seine Batteriezellen-Forschung freuen.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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