Corona-Reisewarnung für immer mehr tschechische Gebiete: Was bedeutet das für uns Sachsen?

Dresden - Die Bundesregierung hat insgesamt elf EU-Länder zu Corona-Risikogebieten erklärt. Das betrifft auch zahlreiche Nachbarstaaten der Bundesrepublik. Mit dabei auch Tschechien. Die Regierung warnt dementsprechend vor Reisen in einige Gebiete des sächsischen Nachbarlandes. 

Tschechiens Außenminister Tomas Petricek reagiert mit Verständnis auf das Zeichen der Bundesregierung.
Tschechiens Außenminister Tomas Petricek reagiert mit Verständnis auf das Zeichen der Bundesregierung.  © Kateøina Šulová/CTK/dpa

In Summe sind bereits 14 der 27 Mitgliedsstaaten der EU Corona-Risikogebiete.

Das ohnehin schon teilweise als Risikogebiet deklarierte Tschechien hat nun weitere Regionen, von denen die Bundesregierung abrät zu bereisen.

Dies betrifft vorrangig die drei Verwaltungsregionen Karlsbad (Karlovy Vary), Liberec (Reichenberg) und Pilsen (Plzen) sowie Südböhmen.

Wer nun aus den entsprechenden Gebieten zurück nach Deutschland einreist, muss sich mindestens 48 Stunden davor oder danach auf Corona testen lassen, so heißt es.

Auch wenn eine Reisewarnung nicht mit einem Verbot gleichzusetzen ist, erscheint die Marschroute klar: Die Infektionszahlen steigen rasant, der Bund versucht mit allen Mitteln, eine weitere und schnellere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Entsprechend soll die Warnung eine abschreckende Wirkung haben.

Für alle Urlauber und Reisenden gibt es allerdings nun die Möglichkeit, ihre Buchungen kostenfrei zu stornieren.

Sondergenehmigung für Berufspendler, Lkw-Fahrer und Co.

Auch Karlsbad zählt jetzt zu den Risikogebieten.
Auch Karlsbad zählt jetzt zu den Risikogebieten.  © Hendrik Schmidt/ZB

Etwas Glück haben Berufspendler und Lkw-Fahrer. Für sie wurden spezielle Regelungen erarbeitet. Selbiges gilt auch für Transitreisende. 

Gerade die Pendler dürften entsprechend aufatmen. Etwa 37.000 Arbeiter pendeln täglich zwischen Tschechien und der Bundesrepublik. 

Sie arbeiten vorrangig in der Gastro, aber auch im Gesundheitswesen als Ärzte, Krankenpfleger oder Physiotherapeuten.

"Wir verhandeln weiter über den sogenannten kleinen Grenzverkehr, also mögliche Ausnahmen für Menschen, die unmittelbar an der Grenze leben", so Tschechiens Außenminister Tomas Petricek.

Als Risikogebiet wird eingestuft, wer den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt.

Titelfoto: Kateøina Šulová/CTK/dpa ; Hendrik Schmidt/ZB

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