Corona sei Dank! Polizei und Staatsanwaltschaft haben Grund zur Freude

Dresden - Unverhoffter Erfolg für Sachsens Ermittler: Während des Corona-Lockdowns konnten sowohl die Polizei als auch die Staatsanwaltschaft ihre Aktenberge reduzieren. 

Während des Lockdowns gab es weniger Kriminalität. So konnten viele Fälle abgeschlossen werden.
Während des Lockdowns gab es weniger Kriminalität. So konnten viele Fälle abgeschlossen werden.  © imago/Deutzmann

Das geht aus Zahlen hervor, die Justizministerin Katja Meier (Grüne) auf Anfrage der Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz (Linke) bekannt gab.

Während am 22. Februar sachsenweit noch 73.017 offene Vorgänge zu Straftaten bei der Polizei lagen, waren es am 22. Mai noch 66.055.

Binnen drei Monaten konnte der Aktenberg also um immerhin ein Zehntel abgebaut werden.

Kerstin Köditz: "Den Polizisten kam dabei sicher entgegen, dass während des Lockdowns der Anfall neuer Straftaten spürbar zurückgegangen ist und die vorhandenen Kapazitäten den unerledigten Fällen gewidmet werden konnte."

Zwischen Mitte März und Ende April gingen die Straftaten in einigen Deliktbereichen tatsächlich um die Hälfte zurück.


Auch die sächsischen Staatsanwaltschaften konnten während der drei Monate ein wenig Licht in den Aktenstau bringen.

Nicht nur in Sachsen, auch in vielen weiteren Bundesländern gingen Straftaten zurück.
Nicht nur in Sachsen, auch in vielen weiteren Bundesländern gingen Straftaten zurück.  © Rene Schmidt

Die Zahl der offenen Vorgänge reduzierte sich trotz des erhöhten Zugangs durch die Polizei von 41.367 auf 39.834. Hier wirkte sich aus, dass an den Gerichten nur unaufschiebbare Fälle verhandelt wurden.

Titelfoto: imago/Deutzmann

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