Corona-Krise in Sachsen: Mietausfälle geringer als erwartet

Leipzig - Bei großen Vermietern in Sachsen hat die Corona-Krise bislang zu weniger Mietausfällen geführt als befürchtet.

Auch in Leipzig wurden die durch Corona bedingten Mietausfälle weit dramatischer erwartet.
Auch in Leipzig wurden die durch Corona bedingten Mietausfälle weit dramatischer erwartet.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Lage sei "weitaus weniger dramatisch als ursprünglich zu Beginn der Pandemie Anfang März" gedacht, teilte der Verband der sächsischen Wohnungsgenossenschaften (VSWG) mit. 

Ein Worst-Case-Szenario war bei den Genossenschaften von 20 Millionen Euro nicht gezahlter Mieten pro Monat ausgegangen. Tatsächlich beliefen sich die coronabedingten Ausfälle im April, Mai und Juni zusammen auf 1,025 Millionen Euro.

Auch die kommunale Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) erklärte, sie habe in ersten Kalkulationen mit größeren Lücken gerechnet. Allerdings seien die Mietausfälle von April bis Juni höher als im gleichen Zeitraum 2019.

Dagegen hieß es von Haus & Grund Sachsen, dass bei den privaten Vermietern die Ausfälle in etwa so hoch seien wie erwartet. Fünf Prozent der Mieter hätten Stand Mai die Zahlungen gestundet, weitere fünf Prozent hätten ohne Angaben von Gründen keine Miete gezahlt. Noch einmal vier Prozent kündigten an, künftig nicht zahlen zu können. 

Für die Monate seit Ausbruch der Corona-Krise werde sich das zu einem unteren zweistelligen Millionen-Betrag summieren, sagte Verbandspräsident René Hobusch.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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