Dank neuer Regeln: Corona-Proteste in Sachsen laut Polizei weniger gewalttätig

Dresden - Ist Besserung in Sicht? Die sogenannten Montagsdemonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Sachsen sind unter der neuen Personenobergrenze aus polizeilicher Sicht bisher störungsfreier und weniger gewalttätig verlaufen als davor.

In vielen sächsischen Städten (wie hier in Bautzen) gehen regelmäßig Corona-Demonstranten auf die Straße. Dabei kam es in den letzten Wochen oft zu Ausschreitungen.
In vielen sächsischen Städten (wie hier in Bautzen) gehen regelmäßig Corona-Demonstranten auf die Straße. Dabei kam es in den letzten Wochen oft zu Ausschreitungen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Abschließend ließen sich die Auswirkungen der seit knapp einer Woche geltenden Corona-Verordnung jedoch noch nicht bewerten, teilte das Innenministerium in Dresden auf Nachfrage mit.

Bislang waren Versammlungen laut der Corona-Notfallverordnung nur ortsfest mit zehn Menschen erlaubt. Seit dem vergangenen Freitag dürfen - da die Überlastungsgrenze in den Krankenhäusern zurzeit nicht überschritten wird - 1000 Menschen protestieren und auch durch die Straßen ziehen.

An drei Orten wurde diese neue Personengrenze am Montag überschritten: In Radebeul demonstrierten laut Ministerium 1400 Menschen, in Eilenburg und Bautzen gingen jeweils 1200 Menschen auf die Straße.

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Wegen des dynamischen und heterogenen Corona-Geschehens lasse sich bei den Zahlen nicht zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten differenzieren.

Landesweit registrierte die Polizei am Montag dieser Woche 206 Proteste, in der Woche zuvor waren es 225.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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