"Das ist wirklich der Hammer": Richter ist bei diesem Angeklagten ziemlich baff

Bautzen - Diebstahl, Körperverletzung, Raub: Das Vorstrafenregister von Markus D. (25) ist lang. Jüngst saß der Frevler aus Kleinwelka (Bautzen) wegen seiner Missetaten sogar 17 Monate im Knast. Gelernt hat er daraus offenbar nichts.

Er kann's einfach nicht lassen: Der mehrfach vorbestrafte Markus D. (25) musste sich mal wieder vor dem Bautzner Amtsgericht verantworten.
Er kann's einfach nicht lassen: Der mehrfach vorbestrafte Markus D. (25) musste sich mal wieder vor dem Bautzner Amtsgericht verantworten.  © Holm Helis

Mit 2500 Euro Überbrückungsgeld wurde Markus D. im Juli 2017 aus dem Gefängnis entlassen. "Das Geld war schnell aufgebraucht", so der Angeklagte, der am Mittwoch mal wieder vor dem Amtsrichter in Bautzen saß.

Um Hartz IV zu beantragen, ging Markus zum Jobcenter, gab dort - nur zwei Wochen nach seiner Freilassung - auch eine gefälschte Kopie seines Entlassungsscheins ab. Danach hatte er angeblich keinen einzigen Cent gesehen.

Dumm nur, dass der Ex-Knacki stümperhaft vorgegangen war und neben der Summe auch Aufdrucke des Formulars unsauber wegkopiert hatte.

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Die Mitarbeiterin wurde stutzig, der Schwindel flog auf. "Das war blöd", gestand der Hartz-IV-Empfänger, der sich nach eigenen Angaben gerade eine "Corona-Auszeit" nimmt. Mehr hatte er zu den Betrugsvorwürfen nicht zu sagen.

Doch damit nicht genug: Weil Markus von September 2018 bis Januar 2019 seine Anstellung in einer Veranstaltungsfirma verschwieg, weiterhin Arbeitslosengeld bezog, wurde er vom Amtsrichter zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt.

Mit einer gefälschten Kopie seines Entlassungsscheins versuchte der Angeklagte, beim Jobcenter in Bautzen zu betrügen.
Mit einer gefälschten Kopie seines Entlassungsscheins versuchte der Angeklagte, beim Jobcenter in Bautzen zu betrügen.  © dpa/Jens Kalaene

"Das ist wirklich der Hammer", so der Richter. "Sie haben etliche Vorstrafen, kommen raus aus dem Gefängnis und machen gleich weiter." Logische Konsequenz: keine Bewährung.

Titelfoto: Holm Helis

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