Das Moritzburg Festival findet statt! So wird das Event Corona-konform

Dresden - Absagen von Veranstaltungen und Notprogramme im Internet, das war - und ist vielfach noch - typisch für die Kultur unter Corona-Bedingungen. Zu einem kleinen Teil, was die Spielorte angeht, ist auch das diesjährige Moritzburg Festival davon betroffen. Doch ist die eigentliche Botschaft eine andere: Das Festival kann nämlich - in voller Größe - stattfinden.

Eine Luftaufnahme des Moritzburger Schlosses. Auf der rückwärtigen Terrasse sollen die Konzerte stattfinden.
Eine Luftaufnahme des Moritzburger Schlosses. Auf der rückwärtigen Terrasse sollen die Konzerte stattfinden.  © dpa/Matthias Hiekel

Dass es so ist, haben die Festivalmacher vor allem zwei Umständen zu verdanken: der positiven Entwicklung im Verlauf der Pandemie in Deutschland und speziell in Sachsen sowie dem relativ späten Beginn des Festivals, das vom 2. bis 16. August terminiert ist. 

Die 18 Konzerte einschließlich des Proschwitzer Musik-Picknicks finden nicht, wie sonst, in den Räumen des Schlosses und in der Moritzburger Kirche statt, sondern durchgängig unter freiem Himmel (wodurch die Maskenpflicht entfällt).

Die Festivalmacher haben ein entsprechendes Konzept erarbeitet, das zuständige Gesundheitsamt hat zugestimmt. 

Hauptspielort ist die Nordterrasse des Schlosses, mit anderen Worten: die Rückseite. Für 160 Besucher ist dort, bei Einhaltung der gängigen Abstandsvorschriften, Platz. 

In der Moritzburger Kirche sind bei verkleinertem Auditorium drei öffentliche Proben zu erleben, ferner zwei Lesekonzerte im Garten des Käthe-Kollwitz-Hauses sowie besagtes Musik-Picknick im Proschwitzer Schlosspark. 

Alle im Vorverkauf erworbenen Karten bleiben gültig. 

Durchführung des Festivals nicht ohne Probleme

Künstlerischer Leiter und Cellist Jan Vogler (56).
Künstlerischer Leiter und Cellist Jan Vogler (56).  © Felix Broede

Einziger Nachteil des Freiluft-Arrangements: Es gibt keine Schlechtwetter-Variante.

Das Publikum werde sehr glückliche und spielfreudige Künstler auf der Bühne sehen, sagt Jan Vogler (56), Künstlerischer Leiter: "Das sind für viele von uns die ersten Konzerte nach der Stille der letzten Monate."

Ob die Musiker*innen komplett zum Festival antreten können, ist indes noch unklar. Das meint vor allem jene, die aus den USA anreisen. 

Zwar ist die Einreise nach Deutschland möglich, aber bislang noch verbunden mit zweiwöchiger Quarantäne. Auch Jan Vogler und seine Familie, bekanntlich in New York lebend, sind davon betroffen. 

Um den Quarantänebestimmungen zu entsprechen und die Teilnahme am Festival nicht zu gefährden, reist Familie Vogler schon Anfang Juli an.

Titelfoto: dpa/Matthias Hiekel, Felix Broede

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