Datenschutz in Sachsen: Anzahl der Datenpannen im Freistaat ist enorm gestiegen

Dresden - Die Zahl der Datenschutz-Verletzungen im Freistaat Sachsen ist enorm angestiegen. Das zeigt der am gestrigen Dienstag vorgelegte Bericht der Sächsischen Datenschutzbeauftragten Juliane Hundert (45). Sie mahnt zu größerer Vorsicht.

Die Sächsische Datenschutzbeauftragte Juliane Hundert (45) präsentierte am Dienstag den neuen Bericht.
Die Sächsische Datenschutzbeauftragte Juliane Hundert (45) präsentierte am Dienstag den neuen Bericht.  © DPA/Robert Michael

923 Datenschutz-Verletzungen verzeichnete die Behörde im vergangenen Jahr - rund 45 Prozent mehr als noch 2020.

Rund ein Drittel der Meldungen sind der Cyberkriminalität geschuldet - darunter fallen beispielsweise Datenklau oder Betrugsversuche per E-Mail.

Die Datenschutzbeauftragte stellt fest: "Wie in der Vergangenheit bereits prognostiziert, steigt angesichts der fortschreitenden Digitalisierung auch das Risiko für Datenpannen."

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Viele Datenpannen geschehen auch außerhalb der digitalen Welt. So betrafen rund 35 Prozent der Verletzungen den Fehlversand - wenn etwa Unterlagen an den falschen Empfänger geschickt werden.

Außerdem gab es im vergangenen Jahr 93 Bußgeldverfahren. Etwa 75 Prozent davon entfielen auf sächsische Polizisten. Meist sollen sie dienstliche Daten aus privatem Interesse abgerufen haben.

Außerdem gab es viele Fälle von Privatpersonen mit Überwachungskameras, die über das eigene Grundstück hinaus filmten.

Die Datenschutzbeauftragte rät: Daten sichern, Firewall einrichten - und nur das eigene Grundstück filmen.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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