Deutliche Verluste: Sachsens Volkshochschulen in finanzieller Schieflage!

Dresden - Kursausfälle, weniger Teilnehmer, sinkende Einnahmen: Durch die Corona-Pandemie droht den Volkshochschulen in Sachsen eine wirtschaftliche Schieflage.

Die Volkshochschule Dresden beklagt schon jetzt einen Umsatzverlust von 2,5 Millionen Euro.
Die Volkshochschule Dresden beklagt schon jetzt einen Umsatzverlust von 2,5 Millionen Euro.  © DPA/Robert Michael

Es müsse mit deutlichen Einnahmeverlusten gerechnet werden, sagte der Chef des Sächsischen Volkshochschulverbandes, Ulrich Klemm. Der Freistaat habe zwar mit "Ausfallmitteln" einen Teil der Verluste übernommen, so dass im ersten Halbjahr "keine unmittelbar existenzgefährdende Situation" eingetreten sei. 

Im zweiten Halbjahr sowie 2021 gebe es jedoch "viele finanzielle und strukturelle Unsicherheiten", die sich auf die Angebote und die Liquidität der Einrichtungen auswirkten, so Klemm.

So hat etwa die Dresdner Volkshochschule bereits einen Umsatzverlust von 2,5 Millionen Euro hinnehmen müssen - etwa ein Drittel des Jahresumsatzes. Die Verluste können laut Klemm nicht durch zusätzliche Kurse wieder aufgefangen werden, weil dann zusätzliche Honorar- und Mietkosten anfielen. 

"Höhere Entgelte wiederum könnten dazu führen, dass noch mehr Teilnehmer abspringen."

Schon jetzt spürbar weniger Teilnehmer in den VHS-Kursen

Die Dresdner Volkshochschule macht mit einem Banner am Gebäude auf die besonderen Lernumstände aufmerksam.
Die Dresdner Volkshochschule macht mit einem Banner am Gebäude auf die besonderen Lernumstände aufmerksam.  © Max Patzig

Die 16 Volkshochschulen müssten sich vielmehr darauf einrichten, ihre Arbeit auf niedrigerem Niveau fortzuführen. 

Klemm fürchtet, dass sich vor allem die schon etwas gestandenen Jahrgänge, die zu den Corona-Risikogruppen gezählt werden, rar machen könnten. 

Kleinere Schulen beklagten schon im neuen Semester spürbar weniger Anmeldungen.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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