Digitale Offensive: Schnelles Internet für weitere 120.000 Haushalte in Sachsen

Dresden - Der Freistaat investiert erneut ins schnelle Internet. Für den weiteren Glasfaserausbau machte die Staatsregierung am gestrigen Dienstag Mittel in Millionenhöhe frei. Und das ist noch nicht alles.

Wirtschaftsminister Martin Dulig (48, SPD).
Wirtschaftsminister Martin Dulig (48, SPD).  © Petra Hornig

Gute Nachrichten sind in diesen Zeiten besonders willkommen. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (48, SPD) hatte am Dienstag eine solche Botschaft: Der Freistaat strickt über die Förderrichtlinie "Digitale Offensive Sachsen 2022" weiter am flächendeckend schnellen Internet.

Überall dort, wo weniger als 100 Mbit/s für Internet, Telefon oder Fernsehen zur Verfügung stehen, soll zur Beseitigung von sogenannten Grauen Flecken investiert werden, insgesamt 436,5 Millionen Euro.

Für Dulig "ein guter Tag für Sachsen und besonders für den ländlichen Raum".

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Der Grundstock der Finanzierung - 50 bis 70 Prozent - kommt aus Berlin, ein weiterer Teil von den Kommunen.

Dafür werden zehn Prozent aus dem Finanzausgleich abgezweigt. Die verbleibende Lücke zur vollständigen Finanzierung von 100 Prozent schließt der Freistaat mit den beschlossenen Millionen.

Sie sollen 120.000 Haushalte in Sachsen ans schnelle Internet anbinden.

Die bewilligten 436,5 Millionen Euro sollen vor allem das Internet auf dem Land schneller machen.
Die bewilligten 436,5 Millionen Euro sollen vor allem das Internet auf dem Land schneller machen.  © dpa/Uwe Anspach

In der laufenden Ausbaustufe sind es rund 330.000 Haushalte, 800 Millionen Euro hat der Freistaat dafür als Kofinanzierung bereits zur Verfügung gestellt. Ab 2023 geht's weiter. Dann werden Anschlüsse mit weniger als 200 Mbit/s gefördert.

Wer dann welchen Anteil übernimmt, legt die Bundesregierung in einer weiteren Förderrichtlinie fest.

Titelfoto: Montage: dpa/Uwe Anspach, Petra Hornig

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