Unwetterwarnung hält an: Schneemassen und Frost haben Sachsen auch heute noch im Griff

Dresden - Schnee, Eis, frostige Temperaturen: Der "Froststaat" Sachsen bleibt weiter unter dem Weiß-Eis-Deckmantel gefangen. Auch für Montag gilt daher eine Unwetterwarnung mit bibberkalten Minusgraden und massig Flocken.

Ein Bild, das zeigt: Die Wetterlage im Freistaat ist aktuell ungemütlich.
Ein Bild, das zeigt: Die Wetterlage im Freistaat ist aktuell ungemütlich.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die kalte Polarluft bläst uns Sachsen auch weiter mit voller Wucht ins Gesicht.

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt, hat dies vor allem ordentlich Schneefall sowie Verwehungen und Dauerfrost zur Folge.

Die Tageshöchstwerte kommen dabei nicht über -9 bis -6 Grad hinaus. In der Nacht wird es mit -13 Grad bei strengem Frost sogar zweistellig im Minusbereich. Im Bergland kann es stellenweise sogar noch eisiger werden.

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Bis Montagmittag sollen zudem bis zu 15 Zentimeter Neuschnee im Freistaat fallen. Im Vogtland sowie Teilen des Erzgebirges werden sogar bis zu 25 Zentimeter erwartet. Ab Mittag soll Frau Holle dann von Süden her etwas nachlassen, so der DWD weiter.

Da sich hingegen der Ostwind bei uns weiter pudelwohl zu fühlen scheint, ist nahezu über das gesamte Land mit Schneeverwehungen zu rechnen.

Auf Sachsens Straßen und Autobahnen ist daher äußerste Vorsicht geboten und viel Geduld gefragt. Polizei und Rettungskräfte arbeiten genau wie die Schneedienste am Anschlag.

Über 50 Unfälle in Dresden, Leipzig macht den Busverkehr dicht

Die Autobahn 4 in Dresden versinkt im Schnee. Unfälle und Stau halten die Einsatzkräfte auf Trab.
Die Autobahn 4 in Dresden versinkt im Schnee. Unfälle und Stau halten die Einsatzkräfte auf Trab.  © Roland Halkasch

Allein in der Landeshauptstadt Dresden gab es in der Nacht über 50 Unfälle, auf der Autobahn 4 waren zeitweise bis zu 30 Kilometer Stau.

Winterfahrzeuge sind aufgrund des heftigen Schneefalls oftmals nicht mehr in der Lage, ihre Arbeit zu verrichten.

Ähnliches Bild auch in der Messestadt Leipzig. Hier fällt sogar der Bus- und Bahnbetrieb aus.

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Die Bibber-Temperaturen und der viele Schnee haben laut dem DWD ihren Ursprung in einem kräftigen Hoch über dem Norden Europas, welches mithilfe östlicher Strömung eisige Polarluft über Deutschland und eben auch über den Freistaat lenkt.

Hinzu kommen Tiefausläufer aus dem Süden, weshalb es dadurch zu den heftigen Schneefällen kommt.

Titelfoto: Roland Halkasch

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