Immer mehr Tafeln müssen vor Corona kapitulieren

Dresden - Die Corona-Pandemie trifft auch die, die es so schon schwer genug haben: Mittlerweile sind 14 der 44 Tafeln in Sachsen geschlossen. Das Problem dabei ist allerdings nicht die mangelnde Spendenbereitschaft.

Tafel-Landesverbands-Chef Joachim Rolke (62, M.) und seine Mitarbeiter haben noch Lebensmittel da, trotzdem können Ausgabestellen nicht öffnen.
Tafel-Landesverbands-Chef Joachim Rolke (62, M.) und seine Mitarbeiter haben noch Lebensmittel da, trotzdem können Ausgabestellen nicht öffnen.  © Dirk Hunger

"Viele unserer Mitarbeiter sind selbst etwas älter", sagt Joachim Rolke (62), Vorsitzender des Landesverbands Sächsische Tafeln. "Bei einigen Ausgabestellen können auch die Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten werden."

So sind derzeit die Tafeln in Meißen, Bautzen und Görlitz zu. 

In Dresden haben nur einige Ausgabestellen geschlossen, viele haben sachsenweit ihr Angebot eingeschränkt.

"Wegen der Hamsterkäufe können kleinere Geschäfte weniger vor Ort spenden", sagt Rolke. "Unser Zentrallager ist aber durch Großspender gut gefüllt."

Die Tafeln wollen sich mit der aktuellen Lage allerdings nicht abfinden: Wo es geht, werden die Ausgabestellen umgebaut, wo nicht, sind die Ehrenamtler auf der Suche nach neuen Räumen.


Wer helfen will: Neben Lebensmitteln brauchen die Tafeln Mitarbeiter, Geld und Fahrer.

Titelfoto: Dirk Hunger

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