"Elbe Day" in Torgau: Putin und Trump erinnern an den 75. Jahrestag

Torgau - Die Corona-Krise hat das Gedenken an den 75. Jahrestag der historischen Begegnung amerikanischer und sowjetischer Truppen in Torgau an der Elbe stark eingeschränkt.

Das Denkmal der Begegnung mit Schloss Hartenfels im Hintergrund.
Das Denkmal der Begegnung mit Schloss Hartenfels im Hintergrund.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Die eigentlich geplanten großen Feierlichkeiten zum "Elbe Day" wurden abgesagt. Stattdessen gab es am Samstag eine Kranzniederlegung ohne Gäste mit Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth (CDU) und Regionalbischof Johann Schneider. Zugleich meldeten sich aus der Ferne Moskau und Washington zu Wort.

Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump erinnerten in einer seltenen gemeinsamen Erklärung an den Jahrestag. 

Der "Elbe Day" sei ein Beispiel dafür, wie beide Länder ihre Differenzen für ein gemeinsames Ziel beiseite legen und zusammenarbeiten können. 

Die Erklärung veröffentlichten der Kreml und das Weiße Haus am Samstag zeitgleich. 

"Während wir heute den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gegenüberstehen, zollen wir dem Heldentum und dem^ Mut all jener Respekt, die gemeinsam kämpften, um den Faschismus zu besiegen."

Begegnung markierte symbolisch das nahe Ende des 2. Weltkrieges

Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth (CDU) und Johann Schneider, Regionalbischof Halle-Wittenberg der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, stehen am Denkmal der Begegnung, im Vordergrund hält ein Teilnehmer die Fahne der Sowjetunion.
Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth (CDU) und Johann Schneider, Regionalbischof Halle-Wittenberg der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, stehen am Denkmal der Begegnung, im Vordergrund hält ein Teilnehmer die Fahne der Sowjetunion.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Der geschäftsführende Leiter der Europaabteilung im US-Außenministerium, Philip T. Reeker, würdigte das historische Datum mit einer Videobotschaft. 

Er rief dazu auf, in Anerkennung der gemeinsamen Geschichte wachsam zu bleiben und die Menschenrechte und die Freiheit zu verteidigen. 

"Im Angesicht der anhaltenden globalen Gesundheitskrise und der damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Folgen sollten wir uns an die Lehren der Vergangenheit erinnern und unsere Zusammenarbeit noch weiter verstärken", sagte Reeker.

Mit dem "Elbe Day" erinnert Torgau jedes Jahr an das Aufeinandertreffen amerikanischer und sowjetischer Soldaten auf der zerstörten Elbe-Brücke am 25. April 1945. 

Diese Begegnung markierte symbolisch das nahe Ende des Zweiten Weltkrieges.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0