Endspurt bei der Elbwein-Lese: "Das wird ein guter Jahrgang!"

Dresden - Die Traubenernte ist fast zu Ende - und besser als erwartet! Zwei Wochen früher als im Durchschnitt sind fast alle sächsischen Winzer schon Anfang Oktober mit der Weinlese durch. Grund für den Endspurt im Elbtal zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz ist die Nässe der vergangenen Tage.

Weinkönigin Sabrina Papperitz (30, r.) und Weinprinzessin Stefanie Mühlbach (31) helfen beim Abschluss der Lese des Weingutes Schloss Proschwitz am Weinberg vor Schloss Seußlitz.
Weinkönigin Sabrina Papperitz (30, r.) und Weinprinzessin Stefanie Mühlbach (31) helfen beim Abschluss der Lese des Weingutes Schloss Proschwitz am Weinberg vor Schloss Seußlitz.  © Robert Michael/dpa

"Es war eine schnelle, kurze und zeitige Lese", bilanziert Felix Hößelbarth. Der Vorsitzende des Weinbauverbandes Sachsen ist sich sicher: "Es wird ein guter Jahrgang, in Qualität und Menge. Wir gehen von 2,3 bis 2,4 Millionen Litern für Sachsen aus."

Das sind nur etwa fünf bis zehn Prozent weniger als 2021. "Die Qualität aber ist besser. Im Mostgewicht sind wir bestimmt fünf bis zehn Grad Oechsle höher als im Vorjahr."

Der Wetterumschwung bei der Lese und die damit verbundene komplizierte Logistik und Verarbeitung waren größten Herausforderungen.

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"Allein in Radebeul ist mehr Niederschlag heruntergekommen als in den sieben Monaten zuvor", weiß Hößelbarth. Die Hitze und Trockenheit zu Lesebeginn Ende August schlug unerwartet in Regen um.

Die Folge: "Wir haben die komplette Bandbreite von ganz tollen, reifen, gesunden Beeren bis hin zu stellenweiser Fäulnis. Insgesamt aber überwiegt das Positive deutlich. Es wird ein solider Jahrgang."

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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