Erste geimpfte Sächsin Hanna (85) zum zweiten Mal gepikst! In der Pflege sind Vorbilder gefragt

Dresden - Am vergangenen Sonntag hat sich Sachsens allererster Corona-Impfling zum zweiten Mal piksen lassen. "Ich bin sehr froh, dass jetzt alles abgeschlossen ist. Es geht mir gut", sagt Hanna Hertzsch (85), Bewohnerin des Pflegeheims "Haus an der Linde" in Lichtentanne (Landkreis Zwickau).

"Keine Impfnebenwirkungen": Heimleiterin Ramona Weigel spricht mit ihrer Bewohnerin Hanna Hertzsch (85).
"Keine Impfnebenwirkungen": Heimleiterin Ramona Weigel spricht mit ihrer Bewohnerin Hanna Hertzsch (85).  © dpa/Hendrik Schmidt

"Sie hatte keine Impfnebenwirkungen", erzählt Heimleiterin Ramona Weigel. "Außer allen Bewohnern ließen sich bei uns auch 40 Prozent der Mitarbeiter impfen."

Die Impfbereitschaft im medizinischen und Pflegebereich gilt generell als zu niedrig - Grund für eine Pflichtimpfung? "Beruflich Pflegende benötigen keine Impfpflicht gegen das Corona-Virus. Es gibt eine hohe Akzeptanz zur Impfung", sagt Michael Junge (40), Vorsitzender des Sächsischen Pflegerates.

Genaue Zahlen zur Impfverweigerung in den Pflege- und Gesundheitsberufen gibt es allerdings nicht - auch weil es keine sächsische Pflegekammer gibt, die sie erhebt.

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"Eine Pflegekammer hätte zudem eine zielgruppengenaue Information und Aufklärung direkt für alle Pflegenden im Freistaat zur Verfügung stellen und die Impfkampagne damit sehr wirksam unterstützen können - so wie beispielsweise in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen erfolgt."

Denn dort, wo sich Führungskräfte für eine Impfung stark machen und ihre Belegschaft gut informieren, steigt die Impfbereitschaft auf bis zu 90 Prozent an.

Titelfoto: dpa/Hendrik Schmidt

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